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"Islamischer Staat"

IS-Miliz nimmt Hunderte Geiseln bei Mossul

Immer weiter rücken kurdische und irakische Einheiten auf Mossul vor. Die Befreiung der nordirakischen Stadt von der Terrormiliz "Islamischer Staat" dürfte aber durch zahlreiche Geiselnahmen erschwert werden.

Die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" hat nach UN-Erkenntnissen in der Nähe der irakischen Großstadt Mossul 295 Geiseln genommen. Bei ihnen handele es sich um frühere Mitglieder der Sicherheitskräfte, erklärte UN-Menschenrechtssprecherin Ravina Shamdasani in Genf. Demnach zwangen die IS-Kämpfer auch 1500 Familien, sich mit ihnen aus der Stadt Hammam al-Alil in Richtung des Flughafens Mossul zurückzuziehen. Offenbar sollten die Betroffenen entweder als Schutzschilde missbraucht oder getötet werden, sagte die Sprecherin.

Vorrücken auf Mossul

Unterdessen rücken kurdische Kämpfer immer weiter auf Mossul vor. So haben sie die nahe gelegene Stadt Baschika zurückerobert. Die Stadt östlich von Mossul sei nun "vollständig unter Kontrolle" der Peschmerga, erklärte der Generalsekretär des kurdischen Regionalministeriums, Dschabbar Jawar.  Dabei seien 13 IS-Kämpfer getötet worden. Noch am Sonntag hatte die irakische Armee Hammam al-Alil von IS-Kämpfern befreit. Hammam al-Alil war die letzte von den Dschihadisten gehaltene größere Ortschaft südlich von Mossul. Bei ihrem Vormarsch hatten die irakischen Einheiten nach eigenen Angaben in einem Massengrab rund 100 Enthauptete entdeckt. Die Leichen seien auf dem Gelände einer Landwirtschaftsschule gefunden worden. 

Gemeinsam gegen den IS

Die irakische Armee kämpft seit Wochen in einer Großoffensive gegen die radikalen Islamisten und versucht, die Millionenstadt Mossul zurückzuerobern. Dabei werden die Streitkräfte von kurdischen und schiitischen Milizionären sowie einer internationalen Koalition unter Führung der USA unterstützt. Parallel versuchen Rebellen im benachbarten Syrien, die Stadt Rakka einzunehmen, die neben Mossul die wichtigste IS-Hochburg ist. Auch sie bekommen von den USA Hilfe.

bri/cr (rtr, afp)

 

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