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Aktuell Welt

IS-Kämpfer nehmen syrischen Militärflughafen ein

Es sollen inzwischen mehrere zehntausend Islamisten sein, die in Syrien und im Irak für einen Gottesstaat kämpfen. Zuletzt fiel auch ein Militärflughafen im Osten Syriens in die Hände der IS-Milizen.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) setzt ihren Angriffskrieg im Irak und in Syrien unbeirrt fort. Auch fast 100 US-Luftangriffe auf die Dschihadistengruppe konnten die Offensive bislang nicht stoppen. Nach heftigen Gefechten mit Hunderten Toten eroberten die Extremisten im Osten Syriens den strategisch wichtigen Militärflughafen Al-Tabka, die letzte Bastion der Truppen von Präsident Baschar al-Assad in der Provinz Al-Rakka.

Die Armee formiere sich neu, meldet das Staatsfernsehen

Das syrische Staatsfernsehen bestätigte, dass die Armee den Militärflughafen geräumt habe. Sie habe sich jedoch in der Umgebung des Airports neu aufgestellt und setze den Kampf gegen die Dschihadisten fort.

Flughafen von Tabka von ISIS eingenommen

Jubelszenen nach der Einnahme des Airports

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die ihren Sitz in London hat, starben bei den Gefechten um den Flughafen im Osten Syriens mindestens 500 Menschen. Unter den Toten sollen fast 350 Extremisten sein. Hunderte weitere seien verletzt worden.

Zudem seien mehr als 170 Soldaten der syrischen Armee getötet worden. Die Terrorgruppe habe zudem mindestens 150 Soldaten in der Nähe des Flughafen eingekesselt, sie seien wahrscheinlich in Gefangenschaft geraten, hieß es aus London.

Sollte die IS-Miliz den Militärflughafen dauerhaft unter ihrer Kontrolle behalten, könnte sie die Region unbehelligt beherrschen - und das wäre ein weiterer schwerer Rückschlag für die Regierung in Damaskus. Denn: Die Extremisten dominieren ohnehin im Osten und Norden Syriens bereits ein Drittel des Landes.

Angriffe auf Raffinerie abgewehrt

Erfolge verbuchen die Dschihadisten auch im Irak. Große Teile im Norden und Westen des Landes sind inzwischen unter ihrer Kontrolle. Seit Wochen versucht der "Islamische Staat" - dessen Stärke Beobachter inzwischen auf mehrere zehntausend Kämpfer schätzen - die Raffinerie Baidschi einzunehmen.

Bei neuen heftigen Kämpfen rund um Baidschi nördlich der Hauptstadt Bagdad seien 30 Extremisten umgekommen, berichteten Sicherheitskräfte. Die Extremisten hätten die Erdöl-Anlage aus allen Richtungen attackiert, meldete die Nachrichtenseite Al-Mada. Sieben Selbstmordattentäter hätten sich dabei in die Luft gesprengt. Um die Attacken abwehren zu können, erhielt die irakische Armee Unterstützung von Kampfflugzeugen.

haz/qu (dpa, rtr, afp)

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