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Aktuell Welt

IS-Führer in Libyen stirbt bei US-Luftangriffen

Die USA haben nach eigenen Angaben den Anführer der IS-Terrormiliz in Libyen, Abu Nabil, bei einem Luftangriff getötet. Die Aktion war bereits vor den Terroranschlägen in Paris geplant gewesen.

Der auch als Wisam al-Subaidi bekannte Abu Nabil war der "Washington Post" zufolge früher ein irakischer Polizist und anschließend lange Zeit als ein Mitglied des Terrornetzwerkes Al-Kaida im Einsatz. Dann habe ihn IS-Führer Abu Bakr al-Bagdadi 2014 nach Libyen geschickt, um dort einen Ableger der Gruppe aufzubauen.

Cook zufolge war Abu Nabil möglicherweise auch der Sprecher in dem Video vom Februar, das die Exekution koptischer Christen zeigte. Nabils Tod werde es für den "Islamischen Staat" schwerer machen, seine Ziele in Libyen zu erreichen, sagte Pentagon-Sprecher Peter Cook.

"Verfolgen, wo immer sie sich befinden"

Das Pentagon nannte im Zusammenhang mit Vorhaben des IS in dem nordafrikanischen Land das Rekrutieren von neuen Mitgliedern, den Aufbau von Stützpunkten und die Planung von Angriffen gegen die USA. Der neue Luftschlag zeige aber, "dass wir IS-Führer verfolgen, wo immer sie sich befinden", erklärte Cook mit Nachdruck. Er wies darauf hin, dass die Luftangriffe bereits vor den Anschlägen in Paris angeordnet gewesen seien.

Erst am Freitag hatte das US-Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass der berüchtigte IS-Mörder, genannt "Dschihadi John" so gut wie sicher bei einem Drohnenangriff nahe der syrischen Stadt Al-Rakka getötet worden sei. Der aus Kuwait stammende Extremist mit britischer Staatsbürgerschaft war in mehreren Enthauptungsvideos der Terrormiliz zu sehen und identifiziert worden.

Abgeglitten in Chaos und Terror

In Libyen herrschen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 Chaos und Gewalt. Rivalisierende Milizen kontrollieren die Städte, zwei Parlamente und Regierungen machen sich gegenseitig die Macht streitig. Der IS, der hauptsächlich in Syrien und dem Irak kämpft, weitete im vergangenen Jahr seinen Einflussbereich auch in Libyen aus.

haz/ cr (dpa, afp)