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Aktuell Welt

IS-Datenleck wird größer und größer

Der Sender Sky News hat Daten über 22.000 IS-Kämpfer erhalten. Lieferant soll ein enttäuschter Ex-Dschihadist sein. Die Infos beweisen eindrucksvoll, dass auch in Terroristen militante Bürokraten stecken können.

Syrien IS Kämpfer Symbolbild (Foto: Imago/ZUMA Press)

Allein mit Waffen und martialischen Gebärden ist kein "Islamischer Staat" zu machen

Damit weitet sich das vor wenigen Tagen bekanntgewordene Leck bei der radikal-islamischen Extremistenmiliz massiv aus. Die Informationen seien Sky News von einem enttäuschten ehemaligen IS-Anhänger zugespielt worden, teilte der britische Nachrichtensender mit.

23 Fragen an den Kämpfer

In den Bögen, die Kämpfer vor einer Aufnahme in den "Islamischen Staat" ausfüllen müssen, sind unter anderem Namen, Adressen, Telefonnummern und Angaben zur Familie enthalten. Insgesamt müssen die Anwärter 23 Fragen beantworten, wie auf einigen der von dem Sender veröffentlichten Bögen zu sehen ist. Unter den übermittelten Namen seien auch die von bislang unbekannten Dschihadisten unter anderem aus Nordeuropa, den USA und Kanada, heißt es bei Sky News weiter.

IS-Sicherheitsabteilung soll bestohlen worden sein

Dies alles soll dem Chef der internen Sicherheitsabteilung des IS von einem ehemaligen Kämpfer gestohlen worden sein, der sich mittlerweile der vom Westen unterstützten Oppositionsgruppe Freie Syrische Armee angeschlossen habe. Vor wenigen Tagen hatte das Bundeskriminalamt (BKA) bestätigt, dass deutschen Medien zugespielte Daten über IS-Unterstützer in Deutschland als authentisch eingestuft würden. Diese sind offenbar Teil der größeren Datei, die Sky News erhalten hat.

sti/cr (afp, dpa, rtr)