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Terrormiliz

IS-Chef Al-Bagdadi ist angeblich tot

Mehrfach wurde sein Tod verkündet. Jetzt haben offenbar auch hochrangige IS-Führer ihren Anführer für tot erklärt. Das meldet die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Eine offizielle Bestätigung fehlt aber.

Der Anführer der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, ist nach Angaben von Aktivisten tot. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dies hätten hochrangige IS-Führer in der syrischen Provinz Deir Essor bestätigt. Es sei allerdings unklar, wann und wie al-Bagdadi gestorben sei, sagte der Leiter der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die oppositionsnahe Organisation stützt sich auf ein Netz von Aktivisten und Informanten in Syrien. Ihre Angaben können in der Regel von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Während das US-Verteidigungsministerium erklärte, es könne den Tod nicht bestätigen, freute sich US-Präsident Donald Trump über die Nachricht: 

Tod wurde bereits mehrfach vermeldet

Schon seit einiger Zeit gibt es Spekulationen darüber, ob al-Bagdadi noch am Leben ist. So hatte das russische Militär jüngst erklärt, der IS-Chef sei möglicherweise Ende Mai bei einem Luftangriff auf die syrische Stadt Rakka ums Leben gekommen. Die USA hatten auch damals erklärt, sie könnten dies nicht bestätigen. Auch Vertreter der irakischen Regierung äußerten sich damals skeptisch. Hingegen meldete Ende Juni die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna, al-Bagdadi sei umgekommen.

Letzte Botschaft stammt aus vergangenem Jahr

Al-Bagdadis letztes Lebenszeichen stammt vom vergangenen November, kurz nach Beginn der Offensive der irakischen Regierungstruppen und ihrer Verbündeten auf die nordirakische Stadt Mossul. In einer im Internet verbreiteten Audiobotschaft rief er damals seine Anhänger zum Durchhalten auf. Er selbst soll Mossul Anfang des Jahres verlassen haben. 

Der Iraker hatte 2014 mit der Terrormiliz weite Teile des Iraks und Syriens erobert. Im Juli 2014 war er in Mossul das einzige Mal öffentlich aufgetreten. Dabei rief er das "Kalifat" des IS in Teilen des Irak und im benachbarten Syrien aus und forderte Muslime auf, seinen Anweisungen Folge zu leisten. Am Montag hatte der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi den Sieg über den IS in Mossul erklärt. Hauptstützpunkt der Miliz ist nunmehr das syrische Rakka.

wo/sti (afp, rtr)

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