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Aktuell Welt

IS bestätigt Tod einer japanischen Geisel

Der Weltsicherheitsrat hat die mögliche Ermordung eines Japaners durch die IS-Terrormiliz verurteilt. Die Islamisten hatten zuvor in einer Internet-Botschaft die Tötung der Geisel bestätigt.

"Die japanische Geisel wurde nach Ablauf einer an Japan gerichteten Frist gerichtet", sagte ein Sprecher des IS-eigenen Radiosenders Al-Bajan in dem Statement.

Bei der Geisel soll es sich um Haruna Yukawa handeln. Eine zweite Geisel, Kenji Goto, sei noch in der Gewalt des IS. In der Audiobotschaft nahm die Terrormiliz auch Bezug auf ein bereits am Samstag veröffentlichtes Video.

Islamisten wollen Gefangenenaustausch

Darin soll Kenji Goto die japanische Regierung um seine Freilassung bitten und neue Bedingungen stellen. Japans Regierungschef Shinzo Abe hielt das Video für glaubwürdig. Darin schlägt der IS einen Gefangenaustausch vor: Für das Leben der Geisel solle die in Jordanien inhaftierte Extremistin Sadschida al-Rischawi freikommen. Die Islamistin war 2005 bei der Ausführung eines Selbstmordattentats gescheitert.

Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die mutmaßliche Ermordung der japanischen Geisel Haruna Yukawa durch die IS-Terrormiliz scharf. Das wäre eine widerwärtige und feige Tat, heißt es in einer Stellungnahme des mächtigsten UN-Gremiums vom Sonntag. Der zweite entführte Japaner, Kenji Goto, müsse sofort freigelassen werden. Die Islamisten hatten ein Video verbreitet. Auf einem Standbild ist Goto zu sehen, der ein Foto seines mutmaßlich getöteten Kollegen Yukawa hochhält.

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Die IS-Terrorgruppe hat große Teile des Iraks und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht und dort ein Kalifat ausgerufen. Die Miliz hat tausende Andersgläubige und Muslime umgebracht, die ihre fundamentalistische Auslegung des Islams nicht teilen.

Das eigene Leben riskiert

Der 42-jährige Yukawa war im August von Extremisten gefangengenommen worden. Er war nach eigenen Angaben nach Syrien gereist, um eine Sicherheitsfirma zu gründen. Der 47-jährige Reporter Goto, ein erfahrener Kriegsberichterstatter, war nach Angaben von Freunden Ende Oktober nach Syrien gereist, um Yukawas Freilassung zu erreichen. Yukawas Vater sagte, es erfülle ihn mit Schmerz, dass Goto sein Leben riskiert habe, um Yukawa zu befreien und dann selbst gefangengenommen worden sei.

haz/ gmf (rtr, dpa, afp)