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Amerika

"Irene" schont New York City

Die US-Millionenmetropole ist glimpflich davongekommen: Die befürchtete Hurrikan-Katastrophe blieb aus. Hunderttausende New Yorker können in ihre Häuser zurückkehren. "Irene" verliert derweil weiter an Kraft.

Mann mit Regenschirm blickt auf Skyline (Foto: AP)

Kaum noch zu erkennen: Manhattans Skyline

New York hat nach Einschätzung von Bürgermeister Michael Bloomberg "das Schlimmste überstanden". Und er konnte erleichtert berichten: "Bisher haben wir keine Toten oder Verletzten." Überschwemmungen habe es nur in begrenztem Umfang gegeben, sagte Bloomberg auf einer Pressekonferenz nach Durchzug des Sturms. Seine beispiellose Evakuierungsanordnung für 370.000 New Yorker wurde inzwischen aufgehoben. Geschäfte und auch die Börse an der Wall Street haben wieder geöffnet.

Spürbare Folgen

Grand Central Terminal (Foto: AP)

Bahnhof ohne Bahnfahrer: Grand Central Terminal

Hart werde es zunächst für die Millionen Menschen am Montagmorgen (29.08.2011, Ortszeit), die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen waren, meinte Bloomberg. Inzwischen fahren die U-Bahnen jedoch wieder.

Auch die seit Samstag geschlossenen Flughäfen von New York sind nach Angaben der Behörden im Laufe des Montags wieder freigegeben worden. Zuvor mussten tausende Flüge gestrichen werden.

New York hatte sich mit zahlreichen Maßnahmen für die Ankunft des Wirbelsturms gewappnet. Direkt über der Stadt schwächte er sich aber ab und zog zudem rascher weiter als zunächst angenommen.

Deutliche Warnung

Zerstörtes Haus in Connecticut (Foto: AP)

Außerhalb New Yorks richtete "Irene" größere Zerstörungen an - wie hier in Connecticut

Der Wirbelsturm war am Samstag in North Carolina auf die US-Atlantikküste geprallt. Bei seinem Zug nach Norden kamen laut jüngsten Medienberichten insgesamt mindestens 30 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen in North Carolina und im benachbarten Virginia. Der entstandene Sachschaden geht in die Milliarden, dürfte aber deutlich geringer ausfallen als befürchtet. Millionen Haushalte wurden vorübergehend von der Stromversorgung abgeschnitten.

US-Präsident Barack Obama appellierte an die Bürger, die Gefahr nicht zu unterschätzen. "Irene" stelle für die Gemeinden, über die der Sturm hinwegziehe, weiterhin eine Bedrohung dar, erklärte Obama in Washington. "Das ist noch nicht vorbei." Noch immer bestehe die Gefahr von Überschwemmungen und Stromausfällen. Die Aufräumarbeiten würden "Wochen oder länger dauern".

Das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA hat den Tropensturm inzwischen weiter herabgestuft. Nach Expertenangaben bewegte sich der Sturm nur noch mit Windgeschwindigkeiten von 85 Kilometern pro Stunde. Mit heftigem Wind und Regenfällen erreichte er mittlerweile Kanada, wo rund 200.000 Haushalte ohne Strom waren.

Autor: Christian Walz, Annamaria Sigrist (afp, dpa, dapd)
Redaktion: Michael Wehling

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