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Irans Präsident will es enger mit der EU

28. Juli 2015

Hassan Rohani möchte nach der Atomeinigung den Spaltpilz zwischen Teheran und den Europäern weiter schwächen. Bei einem Treffen mit der EU-Beauftragten Mogherini malte er die bilaterale Zukunft in recht bunten Farben.

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Der iranische Präsident Hassan Rohani empfängt in Teheran die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini (Foto: picture-alliance/AP Photo)
Bild: picture-alliance/AP Photo

Irans Präsident Hassan Rohani hat die Europäische Union nach der Atomeinigung zu einer engeren Zusammenarbeit aufgefordert. "Wir sollten uns weniger mit der Vergangenheit beschäftigen und mehr in die Zukunft blicken", sagte Rohani während eines Treffens mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini in Teheran (Artikelbild). Das Wiener Atomabkommen sei eine Gelegenheit für eine engere politische, wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit.

Der Iran sowie die fünf UN-Vetomächte plus Deutschland hatten am 14. Juli einen 13 Jahre langen Atomstreit vorerst beendet. Das Abkommen sieht ein bislang einmaliges System von internationalen Kontrollen vor, um sicherzustellen, dass der Iran keine Atombombe baut. Im Gegenzug hebt der Westen die für den Iran lähmenden Wirtschaftssanktionen auf.

Konstruktive Rolle bei Beendigung des Syrien-Krieges gefordert

Rohani bezeichnete die Einigung als eine "Botschaft für Frieden in der Welt". Sie werde keine Gefahr darstellen, sondern positive Auswirkungen auf regionale und internationale Entwicklungen haben. "Die Einigung ist aber auch eine große Verpflichtung für uns alle, zusammen den Terrorismus zu bekämpfen und das Leben unschuldiger Menschen zu retten", sagte Rohani.

Zuvor war Mogherini auch mit dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif zusammengekommen. Bei einer Pressekonferenz bezeichneten beide Politiker den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) als strategisches Thema für beide Seiten. "Der Terrorismus ist nicht nur eine Gefahr für die Region, sondern auch für die europäischen Länder", sagte Sarif. Daher sollten beide Seiten diese Gefahr auch gemeinsam bekämpfen. Mogherini, die zuvor Saudi-Arabien besucht hatte, forderte den Iran auch zu einer konstruktiven Rolle bei der Beendigung des Syrien-Krieges auf.

sti/kle (dpa, afp)