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Asien

Irans Präsident entgeht offenbar Anschlag

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad soll nach arabischen Medienberichten einen Attentatsversuch unverletzt überlebt haben. Angaben der Regierung zu dem Vorfall sind jedoch widersprüchlich.

Offenbar unverletzt: Präsident Ahmadinedschad (Archivbild Februar 2010, AP)

Offenbar unverletzt: Präsident Ahmadinedschad (Archivbild Februar 2010, AP)

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat am Mittwoch (04.08.2010) nach mehreren Medienberichten einen Anschlag auf seinen Konvoi überlebt. Ein Vertreter des Präsidialamtes sagte, dass eine Bombe gezündet worden sei. Zu dem Zeitpunkt habe sich der Konvoi Ahmadinedschads auf dem Weg vom Flughafen der Stadt Hamedan zu einem Sportstadion befunden. Dem Präsidenten sei nichts passiert.

Der von der Regierung betriebene englischsprachige Fernsehsender Press TV dementierte hingegen, dass es einen Anschlag gegeben habe. Diesbezügliche ausländische Medienberichte seien schlichtweg "falsch", hieß es. Auch die Nachrichtenagentur AFP meldet, dass die Regierung in Teheran die Angaben dementiere und erkläre, es sei nur ein Feuerwerkskörper explodiert.

TV-Bilder vom unversehrten Präsidenten

Der Fernsehsender Al Arabija hatte zunächst berichtet, der Angreifer habe einen Sprengsatz auf den Fahrzeugkonvoi Ahmadinedschads geworfen. Er habe einen Wagen mit Journalisten und Mitarbeitern des Präsidenten getroffen. Mehrere Menschen seien bei dem Anschlag verletzt worden.

Ahmadinedschad habe sein Programm in Hamedan aber fortgesetzt. Er war zu einem Besuch in die nordwestiranische Stadt gereist, um "Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung auf den Weg zu bringen", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Auf die Berichte über den Attentatsversuch ging sie nicht ein. Das iranische Fernsehen zeigte Ahmadinedschad bei einer Rede im Stadion von Hamedan. Auf den Bildern schien er unversehrt.

Autorin: Pia Gram (dpa, rtr, afp)
Redaktion: Ursula Kissel