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Aktuell Kultur

Iranische Schriftstellerin Simin Behbahani gestorben

Nach 13 Tagen im Koma ist die iranische Lyrikerin und Menschenrechtlerin Simin Behbahani am Morgen des 19. August gestorben. Sie wurde 87 Jahre alt.

"Ich habe die Freiheit als kardinale Voraussetzung zum Leben als Dichter erachtet und habe mich nie einer Macht oder einem Amt gebeugt", sagte Simin Behbahani einst in einem Interview. "Die Löwin des Irans" verstand sich nicht nur als Poetin, sondern kämpfte auch für die Menschenrechte und die Rechte der Frauen im Iran. Nach der islamischen Revolution 1979 wurde sie zu einer der führenden Persönlichkeiten der politschen Gegenbewegung, was sie auch in ihren Texten ausdrückte. 10 Jahre lang waren ihre Texte im Iran verboten.

International hingegen erntete sie große Anerkennung: Zwei Mal war sie für den Literaturnobelpreis nominiert und erhielt unter anderem den Simone de Beauvoir Preis. Ihre Schriftstellerkarriere begann sie bereits in ihrer Jugend. Ihre ersten Gedichte, im damals neuen Tschar Parreh Stil (vierzeilige Strophen) veröffentlichte sie mit nur 14 Jahren. Zu ihren Werken zählen über 600 Gedichte, verfasst in 19 Bänden, Kurzgeschichten und zahlreiche Artikel und Interviews. Behbahani war ebenfalls Vorsitzende des iranischen Schriftstellerverbands.

1927 in Teheran geboren, stammte sie aus einer literarisch vorgebildeten Familie. Ihr Vater Abbas Khalili war ebenfalls Dichter und Schriftsteller, ihre Mutter Fakhri Arghun arbeitete als Französisch Lehrerin.

ps/ass (Webseite von Simin Behbahani, ibna.ir)