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Drohende Todesstrafe

Iranische Journalistin flieht nach Israel

Die Türkei wollte die geflohene Journalistin Neda Amin abschieben. In ihrem Heimatland Iran erwartet die junge Frau möglicherweise die Todesstrafe. Nun hat Amin in Israel Zuflucht gesucht.

Israel Jerusalem Bloggerin Neda Amin (picture-alliance/AP Photo/D. Vrancic)

Neda Amin bei einer Pressekonferenz nach ihrer Ankunft in Israel

Wie israelische Medien berichteten, landete die Bloggerin und Journalistin Neda Amin auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion. Dort wurde sie von Innenminister Arjeh Deri begrüßt. Deri hatte am Sonntag mitgeteilt, er leiste der Bitte des israelischen Journalistenverbandes Folge, der 32-jährigen Amin einen Aufenthalt in Israel zu ermöglichen. Bei einer Pressekonferenz sagte Amin, sie fühle sich jetzt "sicher".

Amin, die auf Persisch für die israelische Nachrichtenseite "Times of Israel" schreibt, hatte sich seit ihrer Flucht aus dem Iran vor drei Jahren in der Türkei aufgehalten. "Die Türkei hat schon mitgeteilt, dass sie in den nächsten Tagen in den Iran abgeschoben werden soll, wo sie die Todesstrafe erwartet", hieß es in Mitteilungen aus dem israelischen Innenministerium.

Kritische Berichterstattung

Amin verließ den Iran 2014 nach eigenen Angaben, weil ihr dort eine Gefängnisstrafe angedroht wurde. Sie hat verschiedene Bücher zu sozialen Themen und den Rechten der Frauen im Iran verfasst. Außerdem schrieb sie kritische Artikel über die theokratische Regierung in Teheran.

Wie die "Times of Israel" berichtet, hat Amin eigenen Angaben zufolge jüdische Wurzeln väterlicherseits. Sie habe angedeutet, sie wolle sich um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung oder einen israelischen Pass bemühen.

Israel und der Iran gelten als Erzfeinde und unterhalten seit der Islamischen Revolution von 1979 keine diplomatischen Beziehungen.

rk/kle (ap, dpa, afp)

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