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Aktuell Asien

Iraner nach Bangkok-Explosionen festgenommen

Die thailändische Polizei hat im Zusammenhang mit den Bomben-Anschlägen von Dienstag einen weiteren Iraner festgenommen. Ziel der Terrorakte sollen israelische Diplomaten gewesen sein.

Nach einer Serie von Bombenexplosionen in Bangkok sei ein iranischer Staatsbürger am Dienstagabend am Flughafen der thailändischen Hauptstadt gefasst worden, teilte die thailändische Polizei mit. Der 42-Jährige wollte an Bord eines Flugzeugs nach Kuala Lumpur gehen.

Dies ist die zweite Festnahme im Zusammenhang mit den Attentaten. Bei den Explosionen wurde ein mutmaßlicher Täter, der einen iranischen Pass bei sich trug, an den Beinen schwer verletzt. Ein weiterer Iraner flüchtete nach Angaben der Polizei Richtung Malaysia. Bei den Explosionen vom Dienstag wurden insgesamt fünf Menschen verletzt.

Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar. Nach Angaben des thailändischen Geheimdiensts waren die Explosionen Teil eines fehlgeschlagenen Versuchs von Anschlägen auf israelische Diplomaten. "Sie wollten einen Sprengsatz an ein Diplomatenfahrzeug heften", sagte ein hochrangiger Geheimdienstmitarbeiter. "Dieses Team von drei Iranern ist ein Mörderteam und seine Zielscheibe sind israelische Diplomaten, der Botschafter eingeschlossen." Die Polizei erklärte, dass die Männer Anschläge auf Einzelpersonen geplant hatten, große Menschenmengen oder Gebäude hätten sie nicht im Visier gehabt.

Mutmaßlicher Täter wirft Granate

Die drei Iraner sollen sich nach Polizeiangaben am Dienstag in einem Haus im Stadtteil Phrahkhanong aufgehalten haben, als dort ein Sprengsatz explodierte. Anschließend seien sie vom Tatort geflohen. Ein Iraner habe versucht, ein Taxi anzuhalten. Als kein Wagen stoppte, habe er eine Granate geworfen. Anschließend habe er einen weiteren Sprengsatz auf ein Polizeifahrzeug werfen wollen. Dieser sei jedoch von einem anderen Fahrzeug abgeprallt und neben ihm explodiert. Nach Polizeiangaben verlor er dabei beide Beine.

Am Montag war ein Anschlag mit einem Sprengsatz, der an einem Auto befestigt wurde, auf eine israelische Diplomatin in Neu Delhi verübt worden, ein ähnlicher Anschlagsversuch in Georgien scheiterte. Israel machte für beide Vorfälle den Iran verantwortlich, die iranische Führung bestritt jede Verwicklung. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Anschlägen gibt, ist bislang nicht bekannt. Der israelische Botschafter in Thailand erklärte, die in Bangkok entdeckten Sprengsätze ähnelten denen, die bei Anschlägen auf israelische Diplomaten in Indien und Georgien verwendet wurden.

nm/li (dpa, dapd, afp)