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Aktuell Nahost

Iran will bis zu 127 Airbus-Flugzeuge kaufen

Nach dem Ende der Sanktionen des Westens will die Regierung in Teheran ihre veraltete Flugzeugflotte modernisieren. Bis zu 127 Flugzeuge wollen die Iraner bei Airbus kaufen. Auch an Boeing-Maschinen besteht Interesse.

Bei dem europäischen Hersteller Airbus will die Islamische Republik Modelle des Langstreckenfliegers A350 sowie A320-, A330-, A340- sowie A380-Maschinen bestellen. Vize-Verkehrsminister Asghar Fachrieh Kaschan sagte in Teheran, man hoffe, die Verträge noch kommende Woche festzuzurren, wenn

Präsident Hassan Ruhani

Europa besucht.

Insgesamt werden 500 neue Flugzeuge gebraucht

Der Kauf von acht A380-Superjumbos (Artikelbild) stehe schon kurz vor dem Abschluss, kündigte er an. Sie sollen ab 2019 geliefert werden. Nach Angaben von Verkehrsminister Abbas Achundi ist der Iran darüberhinaus auch am Erwerb von mehr als 100 Flugzeugen des US-Konkurrenten Boeing interessiert. Insgesamt brauche sein Land 400 Langstrecken- und 100 Kurzstreckenflieger, sagte er laut iranischen Medien. Derzeit gebe es lediglich rund 150 Maschinen, die einsatzbereit und im Durchschnitt schon 20 Jahre in der Luft seien.

Wieder Zugang zum Weltmarkt

Die iranische Wirtschaft war durch die Finanz- und Handelssanktionen, die

wegen des Atomstreits

verhängt worden waren, in eine schwere Krise geraten. Vor einer Woche wurde aber die Umsetzung des im Juli geschlossenen Atomabkommens verkündet, woraufhin die meisten internationalen Sanktionen aufgehoben wurden. Damit kann Teheran erstmals wieder neue Flugzeuge auf dem Weltmarkt kaufen.

Die Verhandlungen mit Airbus sind nach Achundis Angaben schon seit zehn Monaten im Gang. Wegen der Finanzsanktionen gab es jedoch keine Möglichkeit, die Flugzeuge zu bezahlen. Mit dem US-Konzern Boeing, mit dem sich Airbus um die Weltmarktführerschaft streitet, gebe es noch keine vorbereiteten Verträge, sagte Achundi. Das US-Finanzministerium habe noch keine Verhandlungen autorisiert.

uh/wl (afp,rtr)