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Aktuell Welt

Iran-Verhandlungen in Wien fortgesetzt

Trotz Verstimmung sind die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm in Wien in die zweite Runde gegangen. Die Unterhändler wollen weitere Hürden auf dem Weg zu einer umfassenden Lösung des Streits ausräumen.

Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind in Wien fortgesetzt worden. Ein entsprechendes Abkommen zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich) sowie Deutschland soll bis Juli verhandelt sein. Teheran strebt eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen an, muss dafür aber den friedlichen Charakter seines Atomprogramms garantieren. An der zweiten Verhandlungsrunde nehmen unter anderem der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton teil, die die Gespräche leitet.(Artikelbild)

Die Gespräche bauen auf einem im November unterzeichneten Interimsabkommen auf, in dem Teheran unter anderem zugesagt hatte, seine Urananreicherung für zunächst sechs Monate einzufrieren. Das Abkommen trat am 20. Januar in Kraft und läuft am 20. Juli aus, kann aber verlängert werden. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte zuletzt, bisher habe der Iran alle Vorgaben umgesetzt.

Unklar ist, ob die aktuellen Spannungen mit Russland im Ukraine-Konflikt die Iran-Verhandlungen beeinflussen werden. Einen diplomatischen Missklang gab es zum informellen Auftakt am Montagabend. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sagte ein Abendessen mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton ab. Nach Angaben iranischer Medien erfolgte dies aus Protest gegen das Treffen Ashtons mit Dissidentinnen während ihres Besuchs in Teheran in der vergangenen Woche. Das Treffen der beiden Politiker wurde an diesem Dienstag unmittelbar vor Beginn der Sitzung nachgeholt. Die Gespräche in Wien sollen drei Tage lang dauern.

as/wa (dpa, afp, ape, rtre)