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Diplomatie

Iran ruft britischen Botschafter zum Rapport

Das iranische Außenministerium hat den britischen Botschafter in Teheran einbestellt. Als Begründung nannte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi irankritische Äußerungen der britischen Premierministerin Theresa May.

Theresa May und Hassan Rohani bei Konsultationen im September dieses Jahres (Getty Images/C. Furlong)

Theresa May und Hassan Rohani bei Konsultationen im September dieses Jahres

May hatte am Freitag vor Regierungsvertretern aus Kuwait, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman und Saudi-Arabien den Iran als "Bedrohung" für die Golfregion und den "weiteren Mittleren Osten" bezeichnet. Irans "aggressives Auftreten" im Libanon, Jemen, Syrien oder den Golfstaaten müsse "zurückgedrängt" werden, hatte die britische Premierministerin in Bahrains Hauptstadt Manama gesagt.

Bahram Ghassemi Iran (nasimonline)

Bahram Ghassemi

Die Bemerkungen Mays seien "unverantwortlich und destruktiv" gewesen, so der iranische Sprecher Bahram Ghassemi. Es sei sehr bedauerlich, dass die Premierministerin die Tatsachen in der Region ignoriere. Im Gegensatz zu einigen Golfstaaten wolle gerade der Iran Frieden und Stabilität in der Region und sei daher auch aktiv im Kampf gegen Terrorismus engagiert. Er hoffe, dass solche Äußerungen, die in der Vergangenheit schon zu diplomatischen Spannungen geführt hatten, sich nicht wiederholten, sagte Ghassemi dem Botschafter Nicholas Hopton.

Jahrelange Eiszeit

Großbritannien und der Iran hatten erst 2015 wieder umfangreichere diplomatische Beziehungen aufgenommen. Im Jahr 2011 hatte Großbritannien seine Botschaft im Iran geschlossen, als Demonstranten das Gebäude gestürmt hatten und die iranische Polizei nur zögerlich eingriff.

cgn/jj (afpe, dpa)

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