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Aktuell Nahost

Iran provoziert mit weiteren Raketentests

Trotz drohender neuer Sanktionen setzt der Iran seine Raketentests fort und feuert zwei Geschosse ab. Das erklärte Ziel: Israel sicher treffen zu können. Die USA wollen die Tests auf die UN-Agenda setzen.

Die Islamische Republik feuerte zwei Geschosse ab, die Ziele in 1400 Kilometer Entfernung trafen, wie die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten. Ein hochrangiger Kommandeur der Revolutionsgarden räumte ein, dass sich das Raketenprogramm gegen Israel richte. "Wir haben unsere Raketen mit einer Reichweite von 2000 Kilometern gebaut, um unseren Feind, das zionistische Regime, aus einer sicheren Entfernung treffen zu können", zitierte die Agentur Isna Brigadegeneral Amir Ali Hadschisadeh.

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Laut Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) stand der Satz "Israel muss vernichtet werden" in hebräischer Sprache auf den Raketen. Von Seiten der israelischen Regierung gab es zunächst keine Stellungnahme. Derzeit besucht US-Vizepräsident Joe Biden den Premierminister Benjamin Netanjahu.

USA drohen mit verschärften Sanktionen

Erst am Dienstag hatte der Iran nach eigenen Angaben mehrere Kurz-, Mittel- und Langstreckenraketen getestet, um das "Abschreckungspotential" des Landes vorzuführen. Die USA befürchten, dass die Geschosse mit Atomsprengköpfen bestückt werden könnten. Sie kündigten an, den Vorgang im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf die Agenda zu setzen und drohten mit einer Verschärfung der eigenen, amerikanischen Sanktionen. Sie betonten aber, dass die Tests nicht gegen das im Juli geschlossene Abkommen zur Beilegung des Atomstreits verstießen.

Iran testet Raketen

Erst am Dienstag hatte der Iran verschiedene Raketen abgefeuert

Mitte Januar waren die meisten Handels- und Finanzsanktionen aufgehoben worden. Das Abkommen zielt darauf ab, den Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern. Umgehend nach der Aufhebung der Strafmaßnahmen im Januar verhängten die USA allerdings neue Sanktionen wegen des iranischen Raketenprogramms. Teheran bezeichnete diese als "unberechtigt", weil das Programm keine atomaren Ziele verfolge. Allerdings verbietet eine UN-Resolution Teheran den Einsatz ballistischer Raketen.

Die iranischen Revolutionsgarden stehen den USA und seinen Verbündeten äußerst misstrauisch gegenüber. Die Elitearmee besitzt dutzende Kurz- und Mittelstreckenraketen, den größten Vorrat im Mittleren Osten.

rk/cr (afp/ap/reuters)

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