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Syrien-Konflikt

Iran lehnt Beteiligung der USA an Syrien-Gesprächen in Astana ab

Ende Januar sollen Rebellen und das syrische Regime in Kasachstan über eine Waffenruhe verhandeln. Russland und die Türkei haben eingeladen. Sie wollen die USA dabei haben. Doch der Iran will das nicht.

Syrien | Rebellen der Free Syrian Army während der Operation Euphrates Shield in Aleppo (Foto: picture-alliance/AA/abaca)

Die Waffenruhe in Syrien ist brüchig

Der Iran hat sich gegen eine Beteiligung der USA an den geplanten Syrien-Gesprächen ausgesprochen. Am 23. Januar sollen die Verhandlungen über eine mögliche Waffenruhe in der kasachischen Hauptstadt Astana geplant. "Wir haben die Amerikaner nicht eingeladen und sind gegen ihre Präsenz in Astana", erklärte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarifi der Nachrichtenagentur Tasnim. Außenamtssprecher Bahram Ghasemi ergänzte, dass eine Ausweitung des Formats das "Risiko eines Scheiterns" erhöhe.

Irans Präsident Hassan Rohani hat das Astana-Treffen als einen ersten Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. Es brauche Zeit, um alle Probleme nach all den Jahren Bürgerkrieg in Syrien zu lösen. Wichtig sei, dass die Feuerpause halte, um weitere politische Verhandlungen zu ermöglichen. 

Keine Termin-Bestätigung aus den USA

Die Gespräche in Astana werden unter der Federführung Russlands, der Türkei und des Iran vorbereitet. Der Iran unterstützt im Syrienkonflikt Machthaber Baschar al-Assad - nicht so die USA. Sie wollen ein befriedetes Syrien ohne den Präsidenten. Russland und die Türkei aber wollen auch die Regierung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump an den Verhandlungen beteiligen. Sein Team hat deren Einladung aber noch nicht beantwortet. Formelle Friedensverhandlungen für Syrien unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen sind für Februar in Genf geplant.

pab/ml (afp, dpa)