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Aktuell Welt

Iran hält US-Marineboote fest

Der Iran hat vor seiner Küste zwei Boote der US-Marine aufgebracht und zehn Seeleute in Gewahrsam genommen. Die Boote waren in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen. Teherans Regierung fordert eine Entschuldigung.

Ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarde erklärte, die Regierung in Teheran erwarte eine Entschuldigung der USA wegen der Verletzung der Hoheitsgewässer. Die zehn festgenommenen Marinesoldaten würden befragt.

Später teilte der oberste Marine-Kommandeur der Revolutionsgarde, Ali Fadawi, mit, die Seeleute würden bald freigelassen. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass die Boote wegen eines defekten Navigationssystems in iranische Gewässer geraten seien. Nach Angaben der iranischen Behörden geht es den Besatzungen der zwei US-Schiffe gut. Sie seien in Sicherheit.

Rasche Lösung angestrebt

Auch die USA sind nach dem Vorfall an einer raschen Lösung interessiert. "Wir haben Kontakt mit den Iranern aufgenommen", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jennifer Psaki.

Nach Angaben der Regierung in Washington war die Verbindung zu zwei kleinen US-Marineschiffen auf dem Weg von Kuwait nach Bahrain verloren gegangen.

Aus US-Regierungskreisen hieß es, Außenminister John Kerry habe seinen iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif angerufen und die Zusicherung erhalten, dass die Boote "ihre Fahrt umgehend fortsetzen dürfen".

Womöglich Motorpanne

Ein US-Militärvertreter sagte, eines der beiden kleinen Patrouillenboote habe offenbar eine Motorpanne gehabt. Die iranischen Revolutionsgarde bestätigte, die zwei US-Boote seien nun auf der Insel Farsi.

Die winzige Insel liegt mitten im Persischen Golf auf halber Strecke zwischen dem Iran und Saudi-Arabien. Wegen der Insel reichen die iranischen Hoheitsgewässer bis weit in den Persischen Golf hinein, durch den eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt verläuft.

gri/pab/se (afp, rtr)