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Atomkonflikt

Iran hält sich laut IAEA-Bericht an Atomabkommen

Der Iran hält sich nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde an das vor zwei Jahren mühsam ausgehandelte Atomabkommen. Das geht aus dem jüngsten Quartalsbericht der Wiener Behörde hervor.

Atomkraftwerk Buschehr im Iran (picture-alliance/dpa/A. Taherkenareh)

Im Atomkraftwerk in Buschehr am Persischen Golf befindet sich ein 1000 Megawatt Leichtwasserreaktor

Die Vorräte schwach angereicherten Urans sind demnach sogar unter der erlaubten Höchstmenge von 300 Kilogramm. Die Islamische Republik habe auch ihre Verpflichtungen hinsichtlich der Herstellung von Schwerwasser erfüllt, teilte die  Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Dieses wird in Reaktoren verwendet, die atomwaffenfähiges Plutonium herstellen können.

Mit dem Atomabkommen soll die Sorge der Weltgemeinschaft vor einer iranischen Atombombe zerstreut werden. Es war 2015 in Wien geschlossen worden zwischen dem Iran und den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Danach unterwirft der Iran unter anderem seine Urananreicherung bis zu 25 Jahre lang einem mehrstufigen System von Beschränkungen und Kontrollen durch die IAEA.

USA kritisieren Iran und das Abkommen

Im Gegenzug soll der Westen seine Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufheben. Die USA halten jedoch mehrere Strafmaßnahmen aufrecht. Präsident Donald Trump bezeichnete das Abkommen als "die schlechteste Vereinbarung, die je getroffen wurde" und spielt offenbar mit dem Gedanken es aufzukündigen.

Während seines Besuches im Nahen Osten vor knapp zwei Wochen warf er der Führung in Teheran vor, sie fühle sich wegen des Atomdeals unverwundbar und unterstütze weiterhin Terrororganisationen. Gleichwohl gilt es aber als sehr unwahrscheinlich, dass die USA das Abkommen für nichtig erklären oder es neu verhandeln.

uh/kle (dpa, afp, rtr)