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Nahost

Iran greift IS-Stellungen in Syrien an

Der Iran hatte dem IS nach den Doppelanschlägen von Teheran mit Vergeltung gedroht. Nun setzten die Revolutionsgarden ihre Ankündigung in die Tat um. Die US-Luftwaffe schoss derweil einen syrischen Kampfjet ab.

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben Raketen auf Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien abgefeuert. Die Angriffe auf die Basis der Terroristen in Dair as-Saur sei "die Rache" für die IS-Terroranschläge am 7. Juni in Teheran, so die IRGC in einer Presseerklärung. Das berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim.

IRGC: Viele IS-Terroristen getötet

Der Angriff sei auch eine Warnung an die Terroristen und ihre Anhänger, solche Attentate im Iran nicht zu wiederholen. "Sonst droht ihnen der Weg in die Hölle", so die IRGC. Die Mittelstreckenraketen wurden von Luftwaffenstützpunkten im Westen Irans abgefeuert. Die IRGC behauptet in der Presseerklärung, dass etliche IS-Terroristen bei dem Angriff ums Leben gekommen seien und Teile ihrer Waffenlager zerstört wurde. Von offizieller syrischer Seite gab es dazu zunächst keine Reaktion.

Bei den Doppelanschlägen am 7. Juni im Parlament und Imam Chomeini Mausoleum in Teheran kamen 17 Menschen ums Leben, mehr als 50 wurden verletzt. Der IS beanspruchte die Anschläge anschließend für sich. Für den sunnitischen IS ist der schiitische Iran ein Erzfeind, besonders weil die iranischen IRGC-Truppen auch in den Kämpfen gegen den IS in Syrien und Nordirak involviert sind.  

Syrischer Kampfjet angeschossen

Derweil hat die US-Luftwaffe hat ein syrisches Kampfflugzeug abgeschossen. Die syrische Maschine sei sofort gtroffen worden, nachdem sie im Norden Syriens Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) bombardiert habe, hieß es in einer in Washington veröffentlichten Erklärung der US-geführten Koalition. Die SDF bekämpft in der Region den IS. "Das Bündnis strebt keine Kämpfe gegen das syrische Regime oder mit ihm verbündete russische und regimetreue Kräfte an", heißt es in der Mitteilung. Es werde aber auch nicht zögern, wenn Kräfte der Koalition oder ihrer Verbündeten bedroht würden.

Auch die syrische Staatsagentur Sana berichtete über den Abschuss des Kampfjets vom Typ Suchoi Su-22. Der Pilot der Maschine werde seit dieser "schamlosen Aggression" vermisst, hieß es. Der Jet habe einen Kampfeinsatz gegen IS-Stellungen geflogen. Der IS steht in seinem Kerngebiet in Syrien und im Irak schwer unter Druck. Parallel zu der Offensive des von US-geführten Luftangriffen
unterstützten kurdischen Bündnisses gegen Al-Rakka läuft inzwischen auch die entscheidende Phase der Schlacht um die nordirakische IS-Hochburg Mossul.

 

cr/ml (dpa, ap)