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Aktuell Nahost

Iran gibt US-Marinesoldaten frei

Entspannung im Persischen Golf: Der Iran lässt US-Marinesoldaten frei, die mit zwei Booten in Hoheitsgewässer der Islamischen Republik gefahren waren.

Dies meldete das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf die Islamischen Revolutionsgarden, die die zwei US-Boote mit zusammen zehn Marinesoldaten aufgebracht hatten.

Technischer Defekt im Navigationssystem

Die beiden Schiffe seien nicht absichtlich in die Hoheitsgewässer des Iran im Persischen Golf eingedrungen, sondern hätten wegen eines Fehlers im Navigationssystem die Seegrenze verletzt, zitierte das Fernsehen eine Erklärung der Garden. Der Iran werte den Vorfall nicht als Spionage, hieß es. Auch die beiden Boote wurden wieder freigegeben.

Außenminister Kerry dankt

US-Außenminister John Kerry dankte dem Iran für seine Kooperation und die schnelle Lösung des Problems. "Dass dieses Thema friedlich und effizient gelöst wurde, unterstreicht die entscheidende Rolle, die die Diplomatie spielt, wenn es darum geht, unser Land sicher und stark zu machen", sagte Kerry. Der US-Chefdiplomat und sein iranischer Kollege hatten nach Bekanntwerden des Zwischenfalls telefonisch Kontakt aufgenommen. Das US-Militär teilte mit, die Soldaten während ihrer kurzren Gefangenschaftr gut behandelt worden.

Der iranische Armeechef, General Hassan Firusabadi, erklärte nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Tasnim: "Dieser Vorfall im Persischen Golf, der wahrscheinlich nicht der letzte Fehler der US-Streitkräfte in der Region gewesen sein wird, sollte den Unruhestiftern im US-Kongress eine Lehre sein." Firusabadi spielte damit auf Bestrebungen einiger Kongress-Mitglieder an, neue Sanktionen gegen den Iran zu verhängen.

Der Iran und die USA unterhalten seit mehr als 35 Jahren keine diplomatischen Beziehungen. Seit gut zwei Jahren haben sich die Außenminister Kerry und Sarif aber im Rahmen der Atomverhandlungen mehrmals getroffen. Nach dem Atomabkommen vom 14. Juli 2015 arbeiten die Minister auch für eine diplomatische Lösung des Syrien-Konfliktes zusammen.

wl/se (dpa, rtr)