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Politik

Iran erlaubt Berufungsverfahren

Neue Hoffnung für die US-iranische Journalistin, die im Iran wegen Spionage zu acht Jahren Haft verurteilt wurde: Irans Justiz ordnete eine neue Prüfung des Falles an. Die EU und USA fordern die Freilassung der Frau.

Die US-iranische Journalistin Roxana Saberi (Foto:ap)

Die US-iranische Journalistin Roxana Saberi

Acht Jahre sollte sie ins iranische Gefängnis: Roxana Saberi, Journalistin im Iran und US-Bürgerin, wird vorgeworfen, Spionage gegen den Iran betrieben zu haben. Ein haltloser Vorwurf, betonte US-Präsident Barack Obama. Die USA und die EU forderten den Iran auf, Saberi freizulassen.

Chance auf Verteidigung?

Jetzt gibt es eine erste positive Bewegung bei dem Fall: Auf Anweisung von Staatspräsident Ahmadinedschad ordnete Irans Justizchef Ayatollah Mahmud Haschimi Schahrudi am Montag (20.04.2009) ein neues Berufungsverfahren an. Die Berufung müsse "fair, präzise und rasch" sein, sagte der Justizchef. Präsident Ahmadinedschad erklärte, der Angeklagten müsse Gerechtigkeit widerfahren. Sie sollte alle "rechtlichen Freiheiten" bekommen, darunter auch das Recht, sich selbst zu verteidigen.

Clinton: Worten müssen Taten folgen

US-Außenministerin Clinton (Foto: ap)

US-Außenministerin Clinton

US-Außenministerin Hillary Clinton begrüßte das Berufungsverfahren. Den Worten des iranischen Präsidenten müssten nun Taten folgen, so Clinton – damit die Journalistin rasch freikomme. Auch Saberis Verteidiger Abdolsamad Choramschahi lobte die neue Prüfung des Falls als "einen Schritt vorwärts".

Roxana Saberi wurde in den USA geboren und hat sowohl die amerikanische als auch die iranische Staatsbürgerschaft. Die 31-Jährige lebt und arbeitet seit Jahren im Iran. (ako/dpa/ap/afp)

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