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Aktuell Welt

Iran behauptet Einigung auch bei Schwerwasserreaktor Arak

Das Schicksal des Reaktors Arak im Zentral-Iran galt zuletzt als größte Hürde auf dem Weg zu einer umfassenden Lösung im Konflikt mit dem Mullah-Regime. Atomchef Salehi präsentierte weitere Zugeständnisse Teherans.

Auch der letzte große Streitpunkt der Islamischen Republik mit den internationalen Verhandlungspartnern sei so gut wie gelöst, so die Botschaft aus Teheran. Weniger als einen Monat vor der geplanten Fortsetzung der Atomverhandlungen mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland (5+1) lässt die iranische Führung verlauten, auch die Differenzen über den Schwerwasserreaktor Arak seien ausgeräumt.

"Wir haben vorgeschlagen, dass wir nur ein Fünftel von dem ursprünglich geplanten Plutonium produzieren werden und dies wurde von der 5+1 begrüßt", berichtete Vizepräsident und Atomchef Ali Akbar Salehi. Da nach einer Inbetriebnahme des Reaktors Plutonium anfallen würde, das zur Herstellung einer Atombombe eingesetzt werden könnte, fordert der Westen die Schließung des Komplexes oder den Umbau zu einem Leichtwasserreaktor. Laut Salehi wäre dies aber technisch nicht machbar, weil der Reaktor zur Herstellung von Radioisotopen für den medizinischen Bereich gebaut wurde und dies nur über einen Schwerwasserreaktor möglich sei.

Außenminister und Chefunterhändler Mohammed Dschawad Sarif hatte schon im März erklärt, man werde den Forderungen des Westens zu einer Umgestaltung der Anlage in Arak nachkommen. Nun hieß in Teheran, man erwarte die Freigabe weiterer eingefrorener iranischer Konten, da die Reduzierung hochangereicherten Uran-Materials gemäß der Vereinbarungen quasi abgeschlossen sei.

Der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi sagte dem Fernsehsender IRIB am Samstag, die nächste Atomkonferenz sei auf Expertenebene vom 5. bis zum 9. Mai am UN-Sitz in New York angesetzt. Die Ergebnisse der Experten würden dann am 13. Mai in Wien auf politischer Ebene zwischen dem Iran und der 5+1-Gruppe bewertet.

SC/sti (AFP, APE, rtr)