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Erdbeben

Iran beendet Rettungseinsätze im Erdbebengebiet

Die Rettungskräfte im Iran haben ihre Einsätze nach dem schweren Erdbeben eingestellt. Die Chancen, noch Überlebende zu bergen, seien sehr gering, erklärten die Behörden. Die Regierung rief einen Trauertag aus.

Iran Erdbeben Suche nach verschütteten Personen (picture-alliance/abaca/AA/F. Bahrami)

In Sarpol-e Zahab setzten die Hilfsmannschaften auch schweres Gerät zur Bergung ein

Aus Furcht vor weiteren Nachbeben verbrachten viele Menschen in der Unglücksregion im Grenzgebiet zwischen Iran und Irak trotz der Kälte die Nacht wieder im Freien. Das iranische Roten Kreuz teilte mit, es seien zahlreiche Notzelte aufgebaut worden. Doch der Zusammenbruch der Stromversorgung, Wassermangel und verschüttete Straßen erschwerten die Hilfsbemühungen.

"Wir brauchen Hilfe. Wir brauchen alles. Die Behörden sollten schneller helfen", sagte eine Anwohnerin der Stadt Sarpol-e Zahab, die besonders stark betroffen ist. Die Menschen bräuchten vor allem Zelte, Wasser und Lebensmittel, sagte der Chef der iranischen Revolutionsgarden, General Mohammed Ali Dschafari, der dem Erdbebengebiet einen Besuch abstattete. Neu gebaute Häuser hätten dem Erdbeben gut standgehalten, alte, aus Lehm gebaute Häuser seien "völlig zerstört", sagte er im staatlichen Fernsehen. Nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Irna wurden 30 Teams des Roten Halbmonds in das Katastrophengebiet entsandt.

Kabinett kondoliert den Angehörigen

Der iranische Präsident Hassan Rohani will dem Erdbebengebiet an diesem Dienstag einen Besuch abstatten, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Die iranische Regierung hat den Dienstag zum staatlichen Trauertag erklärt. Das Kabinett drückte in einer Stellungnahme sein Mitgefühl für die Opfer und ihre Angehörigen aus und wünschte den Verletzten eine baldige Genesung.

Im Iran stieg die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Behörden auf mindestens 421; mehr als 7300 Menschen wurden dort verletzt. Auf der irakischen Seite der Grenze kamen laut Gesundheitsministerium acht Menschen ums Leben, rund 330 erlitten Verletzungen. Ein Erdstoß der Stärke 7,3 hatte am Sonntagabend (Ortszeit), als viele Menschen zu Hause waren, vor allem die südlichen Kurdengebiete in der Region erschüttert. Der Mittelpunkt des Bebens lag etwa 50 Kilometer nördlich von Sarpol-e Zahab in etwa 34 Kilometern Tiefe in der westiranischen Provinz Kermanschah. Mehr als 150 Nachbeben wurden gezählt.

kle/djo (rtr, dpa, afp)

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