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Aktuell Nahost

Iraks Armee will IS aus Falludscha treiben

Der Irak hat eine Offensive gestartet, um die von der IS-Terrormiliz gehaltene Stadt Falludscha zurückzuerobern. Unterstützt wird die Armee von der US-Luftwaffe.

Ministerpräsident Haider al-Abadi teilte via Twitter mit, man habe mit der Befreiung der Stadt begonnen. Den Kämpfern der Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bleibe jetzt nur noch die Flucht - gab sich der Regierungschef siegesgewiss. Das irakische Militär hatte den Bewohnern zuvor geraten, vor Beginn der Offensive die Stadt über sichere Wege zu verlassen. Familien, die dazu nicht in der Lage seien, sollten weiße Fahnen hissen.

Drastischer Bevölkerungsrückgang seit dem IS-Einmarsch

In dem etwa 50 Kilometer westlich der Hauptstadt Bagdad gelegenen Falludscha leben nach Schätzung örtlicher Behörden noch etwa 75.000 Menschen. Bevor die Stadt Anfang 2014 in die Hand der Dschihadisten fiel, waren es noch 300.000 gewesen.

Ministerpräsident Al-Abadi zufolge sind an der Offensive die Armee, die Polizei, Spezialeinheiten, örtliche Stammes-Kämpfer und eine Koalition aus Bürgerwehren von vorwiegend schiitischen Muslimen beteiligt. Auch die US-Luftwaffe unterstützt die Offensive gegen den IS. Nach irakischen Medienberichten hatten zunächst irakische Kampfflugzeuge den Bezirk Falludscha angegriffen. Dabei seien zahlreiche IS-Kämpfer getötet worden. Auch sei eine Werkstatt zum Bau von Bomben getroffen worden.

Noch ist Mossul in IS-Hand

Wenige Tage vor der jetzigen Offensive hatten irakische Truppen die Stadt Rutba im Westen des Landes von den Extremisten zurückerobert. Die Terrormiliz IS kontrolliert jedoch weiterhin Teile des Irak, darunter auch die Stadt Mossul im Norden des Landes.

haz/qu (rtr, dpa)