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Aktuell Nahost

Iraks Armee erobert Regierungssitz in Falludscha

Die Schlacht war lang und eisern. Mit einer Großoffensive konnten irakische Sicherheitskräfte die Terror-Miliz IS im Land zurückdrängen. Die Kämpfe dauern an.

Die irakische Armee hat im Zentrum der westirakischen Stadt Falludscha den Regierungssitz der Stadt von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zurückerobert. Die Sicherheitskräfte hätten über das Gebäude die Landesfahne gehisst, hieß es in einer Erklärung des Militärs.

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Irakische Armee kämpft um Falludscha

Die Eroberung des Regierungskomplexes bedeute "die Wiederherstellung der staatlichen Autorität" in Falludscha, sagte der oberste Polizeichef des Landes. Zudem sei inzwischen ein Krankenhaus umstellt. Auch die Hauptstraße und die Autobahn Richtung Bagdad werde geräumt. Die Armee und verbündete Milizen hatten mit Unterstützung der US-Luftwaffe am 23. Mai die Rückeroberung der Stadt eingeleitet. Die Regierung in Bagdad hatte zuvor erklärt, die Schlacht werde lang und erbittert. Die Offensive hat fast vier Wochen gedauert.

Zivilisten als Geiseln

Die Stadt rund 70 Kilometer westlich von Bagdad ist neben Mossul die wichtigste IS-Hochburg im Land und war im Januar 2014 an die Extremisten gefallen. Mit der Rückeroberung erhofft sich die Regierung die Wende im Kampf gegen die Islamisten. Die Vereinten Nationan (UN) gehen davon aus, dass etwa 42.000 Menschen seit Beginn der Kämpfe im Mai die Stadt verlassen haben. Doch noch immer wird befürchtet, dass im Zentrum von Falludscha noch immer mehr als 50.000 Zivilisten eingeschlossen sind, die vom IS zum Teil als Schutzschilde benutzt werden, und das seit über zwei Jahren. Der Konflikt im Irak zwang 3,3 Millionen Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Doch in Flüchtlingslagern an der Grenze zu Syrien suchen auch Geflüchtete aus dem Nachbarland Schutz.

pab/sc (afp, dpa, rtr)

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