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Politik

Irakischer Präsident würdigt US-Engagement

Der irakische Präsident Jalal Talabani hat sich bei einem Besuch im Weißen Haus für die amerikanische Unterstützung im Irak bedankt. Einen Zeitplan für den Truppenabzug will er nicht aufstellen.

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Zeichen der Anerkennung: Talabani trifft Bush

Präsident Bush würdigte Talabani als den ersten demokratisch gewählten Präsidenten des Irak und als mutigen kurdischen Widerstandskämpfer gegen den gestürzten Diktator Saddam Hussein. Zudem lobte Bush die neue irakische Verfassung, die im Oktober 2005 der Bevölkerung in einem Referendum zur Wahl gestellt werden soll. Sie sei ein "historischer Meilenstein" für den Irak.

Verfassung wahrt Einheit im Irak

"Die Verfassung schützt fundamentale Freiheiten wie die Gewissensfreiheit, die Meinungsfreiheit und die Versammlungsfreiheit", betonte Bush. Der in dem Text verankerte föderative Staat sei eine unabdingbare Voraussetzung, um die Einheit einer so heterogenen Gesellschaft wie der im Irak zu bewahren.

Irak Verfassung

Verhandlungen über die Verfassung: Der Text soll die Einheit des Landes sichern

Jalal Talabani, dessen Regierung besonders mit dem Widerstand der arabischen Sunniten gegen den Verfassungsentwurf zu kämpfen hat, räumte ein, dass dieser keineswegs perfekt sei. Dennoch gehöre das Dokument zu den besten Verfassungen im Nahen Osten.

Talabani bedankt sich für US-Engagement

Im Gespräch mit dem US-Präsidenten bedankte sich Talabani ausdrücklich für das amerikanische Engagement im Irak. Die US-Präsenz im Irak sei von vitalem Interesse für die Demokratie, die Sicherheit und den Schutz vor äußerer Bedrohung.

Zugleich sprach er sich gegen einen Zeitplan für den Abzug amerikanischer Truppen aus. Ein solcher würde den Terroristen suggerieren, dass sie die Supermacht Amerika und das irakische Volk besiegen könnten. "Wir hoffen, dass bis zum Ende des Jahres 2006 unsere irakischen Soldaten soweit sind, die Verantwortung von einem großen Teil der US-Soldaten übernehmen zu können. Das wird aber nur mit dem Einverständnis der USA geschehen", sagte Talabani.

USA Soldat Anschläge in Irak

"Von vitalem Interesse": US-Präsenz im Irak

Derzeit sind 140.000 US-Soldaten im Irak stationiert. In einem Zeitungsinterview mit der "Washington Post" hatte Talabani zuvor von der Möglichkeit gesprochen, dass bis zum Ende des Jahres 40.000 bis 50.000 US-Soldaten den Irak verlassen könnten.

Sicherheitsrat soll entscheiden

Bush und Talabani warnten Syrien vor weiteren Maßnahmen zur Destabilisierung des Irak. Im Hinblick auf den Iran kündigte Bush neue Beratungen mit Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates am Rande der UN-Generalversammlung in New York an.

Bush wollte nicht ausschließen, dass man wegen des iranischen Atom-Programms demnächst den Weltsicherheitsrat anrufen könnte. Noch spiele sich der Prozess in der Internationalen Atomenergie-Behörde ab. Wenn alle Details aufgedeckt seien, könne hingegen der Sicherheitsrat "den richtigen Weg nach vorn bestimmen".

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