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Nahost

Irakische Sicherheitskräfte töten hunderte Menschen

Irakische Regierungstruppen haben mit Hilfe der US-Soldaten hunderte Menschen getötet, die Angriffe auf Pilger beim bevorstehenden Aschura-Fest geplant haben sollen.

Irakische Soldaten zur Unterstützung der Aktion (Quelle: AP)

Irakische Soldaten zur Unterstützung der Aktion

Bei Gefechten nahe der süd-irakischen Pilgerstadt Nadschaf sind nach Behördenangaben zwischen 250 und 300 mutmaßliche Terroristen getötet worden. Ein Polizeisprecher in der fast ausschließlich von Schiiten bewohnten Stadt sagte am Montag (29.1.07), "etwa 100 der Festgenommenen sind keine Iraker, sie stammen aus dem Jemen, aus Algerien, Pakistan und Afghanistan".

Der irakische Gouverneur Aassad Sultan Abu Kilel erklärte, bei den Rebellen handele es sich um eine bislang unbekannte Gruppe namens "Armee des Himmels". Sie sei gut bewaffnet und verfüge sogar über Flugabwehrgeschütze.

Einem Sprecher der Provinzregierung zufolge seien die Kämpfe inzwischen beendet. Amerikanische und irakische Soldaten seien dabei, Waffen und Munition zu beschlagnahmen. Fünf irakische Sicherheitskräfte seien ums Leben gekommen. Diese hatten am Sonntag, nachdem sie die mutmaßlichen Extremisten in den Feldern von Al-Sarka im Norden von Nadschaf umzingelt hatten, die US-Luftwaffe zur Hilfe gerufen. Der Sprecher erklärte weiter, ein US-Hubschrauber sei bei der Operation abgestürzt. Zwei amerikanische Soldaten seien ums Leben gekommen.

Auf dem Weg zum Aschura-Fest

Die irakische Polizei vermutet, dass die sunnitischen Extremisten schiitische Pilger angreifen wollten. Hunderttausende von Schiiten hatten sich in den vergangenen Tagen auf den Weg zu den heiligen Stätten in Nadschaf und Kerbela gemacht, um das Aschura-Fest zu begehen.

Bei den Feierlichkeiten, die nach offiziellen Angaben an diesem Montag ihren Anfang nehmen sollen, begehen die Schiiten den Todestag des Imams Hussein, dessen Schrein in Kerbela steht. Die von den Schiiten dominierte irakische Regierung hatte den Montag zum Aschura-Tag erklärt. Die schiitischen Geistlichen hatten dagegen erklärt, der wichtigste Tag werde dieser Dienstag sein. (kas)

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