Irakische Armee beginnt Schlussoffensive gegen IS | Aktuell Nahost | DW | 23.11.2017
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Kampf gegen den IS

Irakische Armee beginnt Schlussoffensive gegen IS

Der "Islamische Staat" gilt als militärisch besiegt. Doch die Terrormiliz hält noch einige Gebiete. Jetzt werden im Irak und in Syrien Angriffe darauf gestartet.

Armee und schiitische Milizen hätten im Nordwesten des Iraks einen Großeinsatz begonnen, teilte Befehlshaber Abd al-Amir Raschid Jarallah mit. Dort halten die Extremisten nördlich des Flusses Euphrat noch ein größeres Gebiet in der Region al-Dschasira. Die letzten Rückzugsorte der Dschihadisten befinden sich den Angaben zufolge in den Provinzen Salaheddin, Ninive und Anbar.     

Am Freitag vergangener Woche hatte die Armee die letzte von der IS-Miliz kontrollierte Stadt im Irak zurückerobert. Die Kleinstadt Rawa im Euphrat-Tal an der syrischen Grenze wurde binnen weniger Stunden eingenommen. Nach Angaben von Experten kontrolliert der IS im Irak jetzt nur noch unbewohnte Wüstengebiete, Wadis und Oasen. 

Auch in Syrien wird noch gekämpft

Auf der syrischen Seite der Grenze läuft derzeit ebenfalls eine Offensive der Regierungstruppen und verbündeter Milizen wie der Hisbollah, um die Dschihadisten aus Albu Kamal zu vertreiben. Die Stadt liegt in der ölreichen syrischen Provinz Deir Essor, die zu einem Viertel vom IS kontrolliert wird. Die Dschihadisten halten zudem Gebiete in den Provinzen Hama und Damaskus sowie im Süden des vom Bürgerkrieg zerrissenen Landes.     

Die Terrormiliz hatte 2014 große Teile des Iraks überrannt. Mittlerweile hat sie dort sowie im Nachbarland Syrien nach Angaben der internationalen Anti-IS-Koalition jedoch mehr als 95 Prozent ihres früheren Herrschaftsgebietes verloren. Irakische Regierungstruppen konnten in diesem Jahr unter anderem die IS-Hochburg Mossul im Norden des Landes zurückerobern. 

mm/kle (afp, dpa, rtr)

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