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Aktuell Welt

Iraker wollen Mossul von IS-Terrormiliz befreien

Irakische und kurdische Einheiten planen US-Militärs zufolge im Frühjahr eine Offensive auf die Stadt Mossul, die von den IS-Dschihadisten beherrscht wird. In Syrien greifen kurdische Kämpfer die Islamisten an.

Die Offensive mit bis zu 25.000 Soldaten werde vermutlich im April oder Mai starten, erklärte ein Vertreter des Zentralkommandos der US-Streitkräfte CENTCOM in Tampa im US-Bundesstaat Florida.

Luftunterstützung noch offen

Die irakischen und kurdischen Einheiten würden teilweise von US-Militärs trainiert und ausgebildet. Unklar sei noch, ob eine kleine Gruppe von US-Beratern den Angriff durch die Koordinierung von Luftschlägen unterstützen werde, sagte der CENTCOM-Vertreter weiter. Gegenwärtig würden in Mossul 1000 bis 2000 Kämpfer des "Islamischen Staates" (IS) (Artikelbild) vermutet.

Der IS kontrolliert große Teile Syriens und des Irak. Mossul ist die zweitgrößte Stadt des Iraks und wegen seiner Ölraffinerien von strategischer Bedeutung. Im Sommer 2014 hatten die IS-Dschihadisten Mossul beinahe kampflos eingenommen und in der Millionenstadt ein Schreckensregime errichtet.

Angriff auf IS-Hochburg Rakka

Im benachbarten Syrien sind unterdessen kurdische Einheiten und andere Rebellen in die syrische Provinz Rakka vorgedrungen, eine Hochburg der Dschihadistenmiliz in der Region. Unterstützt von Luftangriffen der US-geführten internationalen Koalition hätten die kurdischen Kämpfer und die Rebellen 19 Ortschaften eingenommen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mit. Die Koalition habe eine "Schlüsselrolle" gespielt, sagte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Sie habe die IS-Stellungen bombardiert und die Terrormiliz zum Rückzug gezwungen.

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die USA und die Türkei darauf verständigt, nicht-islamistische Rebellengruppen, die im syrischen Bürgerkrieg gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad und gegen den IS kämpfen, auszubilden und zu bewaffnen. Ein entsprechendes Abkommen sei unterzeichnet worden, teilte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu mit. Das US-Militär will 400 Soldaten als Ausbilder in die Region schicken. Sie sollen etwa 5000 Kämpfer pro Jahr ausbilden.

wl/SC (dp, afp, rtr)