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Nahost

Iraker feiern US-Truppenrückzug

Gut sechs Jahre nach ihrem Einmarsch in den Irak haben sich die US-Streitkräfte vollständig aus den Städten und Dörfern des Landes zurückgezogen. US-Präsident Obama rechnet mit einer schwierigen Übergangsphase.

Irakischer Soldat zeigt das Victory-Zeichen (Foto: AP)

Irakische Sicherheitskräfte in Feierstimmung

Die US-Kampftruppen bezogen Stützpunkte außerhalb der Städte und halten sich dort bereit, um der irakischen Armee gegebenenfalls beizustehen. Der vollständige Abzug der momentan noch rund 130.000 US-Soldaten aus dem Irak ist für Ende 2011 geplant.

Dank an die USA

Dschalal Talabani (Foto: AP)

Dschalal Talabani

Der irakische Präsident Dschalal Talabani würdigte am Dienstag (30.06.2009) die von den USA erbrachten "Opfer" beim Sturz des früheren irakischen Machthabers Saddam Hussein 2003 und in den Jahren danach. "Sie haben die Last und die Gefahren getragen im Kampf gegen das grausamste Regime und gegen den gemeinsamen Feind - den Terror", sagte Talabani im staatlichen Fernsehen. Seit dem US-Einmarsch im Irak wurden insgesamt mehr als 4.300 US-Soldaten getötet.

Iraks Ministerpräsident Nuri al Maliki kritisierte "die Skeptiker, die nicht geglaubt haben, dass die Iraker selbst für ihre Sicherheit sorgen können". Künftig sollen rund 500.000 irakische Polizisten und 250.000 irakische Soldaten weitgehend die Verantwortung für die Sicherheit im Lande tragen.

Ein "großer Schritt"

Barack Obama (Foto: AP)

Barack Obama

US-Präsident Barack Obama versicherte dem Irak, sein Land werde auch weiterhin ein starker Partner bleiben. Obama sprach von einem großen Schritt auf dem Weg zur Souveränität des Irak. Zugleich prognostizierte er, dass dem Irak noch schwere Tage bevorstünden.

"Es wird jene geben, die durch religiös motivierte Bombenanschläge und die Tötung Unschuldiger die Streitkräfte und das Volk des Irak auf die Probe stellen wollen", sagte Obama in Washington. "Wir wissen, dass die Gewalt im Irak anhalten wird." Doch - so Obama weiter: "Die Zukunft gehört denen, die aufbauen und nicht denen, die zerstören."

Auch am Dienstag war im Irak wieder ein folgenschwerer Bombenanschlag verübt worden. Dabei wurden in der Stadt Kirkuk im Norden des Landes etwa 30 Menschen getötet.

Parade in Bagdad (Foto: AP)

Die irakische Regierung erklärte den 30. Juni zum Feiertag und organisierte ein großes Feuerwerk in Bagdad. Zu den Feiern in der Hauptstadt gehörte auch eine Parade in der besonders bewachten Grünen Zone, wo Regierung und Botschaften ihren Sitz haben. Daran nahmen tausende irakische Soldaten und Polizisten teil. Die Grüne Zone war für die Iraker das ultimative Symbol für die ausländische Militärpräsenz in Bagdad, bis eigene Truppen im Januar die Bewachung des Geländes übernahmen. (wa/SC/dpa/afp/rtr/ap)

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