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Kampf gegen IS-Terrormiliz

Iraker erklären IS-Kalifat für beendet

Irakische Einheiten haben nach eigenen Angaben die Ruinen der kürzlich zerstörten Moschee in Mossul eingenommen. Das IS-Kalifat ist damit laut Regierung Geschichte.

Im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) haben irakische Regierungskräfte die symbolträchtige Große Moschee in der Altstadt von Mossul zurückerobert. Spezialeinheiten kontrollierten das gesamte Moschee-Gelände sowie die Bezirke Al-Hadba und Sirdschchana, sagte ein irakischer Kommandeur. Die Regierung geht davon aus, dass der IS in den kommen Tagen vollständig vertrieben sein wird. Militärschätzungen zufolge sind die IS-Kämpfer auf etwa 40 Prozent der Altstadt oder ein Prozent des gesamten Stadtgebietes zurückgedrängt worden.

Die wiedererlangte Kontrolle über die mittlerweile zerstörte Moschee gilt als wichtiger Sieg für das irakische Militär. Der IS hatte vor genau drei Jahren in einer Audiobotschaft die Errichtung eines "Islamischen Kalifats" in Syrien und im Irak verkündet. Einige Tage später zeigte sich IS-Chef Abu Bakr Al-Bagdadi bei einer Freitagspredigt in der Moschee erstmals öffentlich.

Die Regierung feiert die Rückeroberung daher als Untergang des IS-Kalifats. "Wir sehen das Ende des fingierten Daesch-Staates, die Befreiung von Mossul beweist das", twitterte Ministerpräsident Haidar al-Abadi. Daesch ist die arabische Abkürzung für den IS.

IS zerstörte die Moschee

In der vergangenen Woche sprengten IS-Anhänger das Gebäude, das auf das 12. Jahrhundert zurückgeht und auch als Al-Nuri-Moschee bekannt ist, nachdem irakische Einheiten immer näher herangerückt waren. Die Regierung wertete dies als offizielles Eingeständnis der Niederlage des IS.

Im Oktober 2016 hatten irakische Sicherheitskräfte eine Offensive auf die nordirakische IS-Hochburg begonnen. Die Kämpfe konzentrieren sich inzwischen auf die Altstadt, in der auch die Moschee steht. In dem Gebiet sollen noch Zehntausende Zivilisten eingeschlossen sein.

wo/sti/se (dpa, afp, rtr)