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Pressemitteilungen

Irak: Scharfe Kritik am UN-Sondergesandten

Mahmud Othman, Mitglied des soeben aufgelösten Regierungsrates, fordert stärkeren Einfluss der UN – Interview mit DW-RADIO


"Bei allem, was Lakhdar Brahimi unternimmt, unterliegt er US-amerikanischem Druck. Es ist ihm nicht gelungen, seine Unabhängigkeit unter Beweis zu stellen. Im Gegenteil: Brahimi gibt weitgehend dem Druck der Amerikaner nach." Das sagte das Mitglied des inzwischen von der US-Verwaltung aufgelösten irakischen Regierungsrats, Mahmud Othman, in einem Interview mit dem Arabischen Programm von DW-RADIO nach der Nominierung von Ghasi el Jawar als künftigem Präsidenten des Landes. Zu Beginn seiner Arbeit im Irak habe der UN-Sondergesandte erklärt, seine Arbeit unabhängig zu gestalten und das irakische Volk so weit wie möglich zu beteiligen.


Es scheine, so Othman auf DW-RADIO weiter, dass "die Vereinten Nationen eng mit den USA kooperieren und nicht so unabhängig von deren Einfluss sind, wie es eigentlich der Fall sein sollte". Othman: "Wir wollen, dass die UN eine größere Rolle spielen und unabhängiger sind und hoffen, dass wir dies nach und nach erreichen können." Der Regierungsrat wolle die irakische Seite stärken und mehr Verantwortung übernehmen. "Dieser Prozess muss erfolgreich sein. Das hängt entscheidend vom Präsidenten der Republik, dem Ministerpräsidenten und den künftigen Ministern ab."

1. Juni 2004
111/04

  • Datum 01.06.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/5851
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