Irak: Regierungschef al-Abadi verkündet Sieg über IS-Miliz | Aktuell Nahost | DW | 09.12.2017
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Kampf gegen Terrorismus

Irak: Regierungschef al-Abadi verkündet Sieg über IS-Miliz

Nachdem vor gut zwei Wochen der Iran den Krieg gegen den "Islamischen Staat" (IS) für beendet erklärt hatte, bezeichnet auch der Irak die Dschihadistenmiliz als besiegt. Die irakisch-syrische Grenze sei gesichert.

Nach mehr als dreijährigen Kämpfen sei das Land "vollständig befreit" vom IS, erklärte Ministerpräsident Haider al-Abadi. Auch die gesamte Grenze zu Syrien sei unter Kontrolle der irakischen Streitkräfte, verkündete al-Abadi bei einer Konferenz des irakischen Journalistenverbands in Bagdad (Artikelbild). Es sei nicht nur ein Sieg für die Iraker, sondern auch für die Araber und Muslime allgemein. "Unser Feind hat unsere Kultur auslöschen wollen", sagte al-Abadi weiter. "Wir haben ihn in kurzer Zeit besiegt."

Auch über das soziale Netzwerk Twitter verbreitete al-Abadi die Nachricht, wobei er mit dem Wort "Daesh" die arabische Abkürzung für IS verwendete.

Der IS hatte 2014 nahezu ein Drittel des Iraks unter seine Kontrolle gebracht und vom nordirakischen Mossul aus ein Kalifat ausgerufen, das auch weite Teile Syriens umfasste. Irakische Städte wie Tikrit, Ramadi und Falludscha standen unter der Kontrolle des IS. In den vergangenen Monaten wurde der IS aber in beiden Ländern immer weiter zurückgedrängt, zuletzt kontrollierte er nur noch wenige Landstriche an der Grenze.

Das US-Militär hatte zu Wochenbeginn erklärt, dass sich nicht einmal mehr 3000 IS-Kämpfer in Syrien und im Irak aufhielten. Die irakischen Truppen wurden in ihrem Anti-IS-Kampf von US-geführten internationalen Verbänden unterstützt. Die Koalition gratulierte den irakischen Menschen auf Twitter zum Sieg gegen den IS.

ust/sti (afp, rtr, dpa, ap)

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