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Kampf gegen Terrorismus

Irak erobert Al-Kaim vom IS zurück

Das Einflussgebiet der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) schrumpft. In der Grenzregion zwischen Syrien und Irak werden die Islamisten in die Zange genommen. Als Ausweg bleibt nur die Wüste.

Männer in Wüstensand, einige Häuser, eine Schwarze Rauchwolke steigt auf (Foto: Reuters)

Verbündete der irakischen Armee ziehen in Richtung der Stadt Al-Kaim

Nach der Hochburg Mossul im Sommer haben irakische Streitkräfte nach Angaben von Regierungschef Haider al-Abadi die letzte größere IS-Bastion im Irak eingenommen. Die Stadt Al-Kaim sei erobert worden, erklärte al-Abadi. Nun befänden sich im Irak nur noch die Nachbarortschaft Rawa und umgebende Wüstengegenden in der Hand des IS. Der Militäreinsatz zur Einnahme Al-Kaims begann vor einer Woche. Al-Abadi nannte es eine Eroberung in "Rekordzeit".

Die Stadt liegt in der westirakischen Provinz Anbar nur wenige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Durch die Stadt, in der vor dem Militäreinsatz rund 50.000 Menschen lebten, fließt der Euphrat. Nach den Niederlagen der Terroristen im Nordirak galt sie als Rückzugsort.

Bei dem Militäreinsatz hätten die Regierungstruppen und ihre Verbündeten auch die Kontrolle über den bislang von den Dschihadisten kontrollierten Grenzübergang zwischen dem Irak und Syrien übernommen, sagte Jehia al-Mohamadi, ein Mitglied des Provinzrates. Nach schweren Kämpfen seien die Dschihadisten zu unbekannten Orten geflohen. Die Hasched-al-Schaabi-Milizen, die an der Offensive beteiligt sind, erklärten, dass zahlreiche IS-Kämpfer mit ihren Familien über die Grenze in die direkt dahinter befindliche syrische Stadt Abu Kamal fliehen.

Angriff von zwei Seiten

Dorthin bewegt sich schon die syrische Armee mit ihren verbündeten Streitkräften. Sie soll 40 Kilometer von der Stadt entfernt sein. Kurz zuvor hatten sie die Stadt Dair as-Saur befreit. Die IS-Miliz hatte die Stadt und die umliegende Provinz 2014 fast vollständig in ihre Gewalt gebracht.

Militärfahrzeuge im Wüstensand verstreut (Foto: Reuters)

Eine Woche lang hat die Offensive zur Rückeroberung von Al-Kaim gedauert

Nach Angaben der internationalen Anti-IS-Koalition haben die Islamisten inzwischen 96 Prozent ihres ehemaligen Herrschaftsgebietes in beiden Ländern verloren. Kämpfer des IS halten sich noch vor allem in dem von Wüsten geprägten Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Irak auf. Der von den USA angeführten Koalition zufolge befinden sich noch 1500 IS-Kämpfer in der Wüstenregion um Abu Kamal.

ust/kle (dpa, afp, rtr)

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