IOC lässt sich von CAS-Urteil nicht erweichen | Sport | DW | 05.02.2018
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Olympische Spiele

IOC lässt sich von CAS-Urteil nicht erweichen

Trotz Aufhebung ihrer lebenslangen Olympia-Sperre durch den Sportgerichtshof: Das Internationale Olympische Komitee verweigert 13 Sportlern und zwei Trainern aus Russland die nachträgliche Einladung zu den Winterspielen.

Die Mannschaft "Olympische Athleten aus Russland" wird nicht größer: 13 Sportler und zwei Betreuer aus Russland werden nicht nachträglich zu den Winterspielen in Pyeongchang eingeladen, wie das IOC mitteilte. Die unabhängige Prüfkommission unter Vorsitz der früheren französischen Sportministerin Valérie Fourneyron lehnte trotz Aufhebung der lebenslangen Olympia-Sperren der Russen durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS in allen 15 Fällen deren Teilnahme an den Wettkämpfen in Südkorea ab.

Bittsteller blitzen ab

Der CAS hatte die IOC-Sanktionen gegen insgesamt 28 russische Athleten aufgehoben, da die Beweise für ein individuelles Dopingvergehen nicht ausreichend gewesen seien. Auf der Liste der 15 Bittsteller für Pyeongchang standen auch Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow und Skeleton-Olympiasieger Alexander Tretjakow.

Kind mit russischer Flagge (picture-alliance/Chicago Tribune/B. Cassella)

Fans werden in Pyeongchang vergleichsweise nur wenige russische Athleten anfeuern können

Die Fourneyron-Kommission, der auch der deutsche Günter Younger angehört, hatte zuvor 169 russische Athleten aus einer Liste von ursprünglich 500 Sportlern zu den Spielen in Südkorea eingeladen. Diese Sportler werden unter neutraler Flagge und ohne Hymne starten. Durch die Aufhebung von IOC-Sanktionen durch den CAS hatten sich weitere Russen Hoffnung auf ein Nachrücken zu den Winterspielen gemacht.

IOC-Chef Thomas Bach hatte das CAS-Urteil am Sonntag scharf kritisiert und eine Strukturreform des Sportgerichtshofs gefordert, um eine Rechtssprechung mit Qualität und Kontinuität zu garantieren. "Wir können nicht riskieren, dass der CAS seine Glaubwürdigkeit bei den Athleten verliert", sagte Bach.

wa/ml (dpa)

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