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Klassik im Gespräch

Interview mit Peter Schreier

„Ich hatte keinen Grund weg zu gehen“ – Peter Schreier spricht über seine Arbeit in der DDR.

Gefragt in einem Interview der „Berliner Zeitung“ vom 30. Juli 2005 nach dem Grund für seinen Rücktritt von der Gesangstätigkeit antwortete er: „Ich werde siebzig Jahre alt. Darf ich da nicht aufhören?“ Und schon damals lagen bereits 46 Jahre Bühnenerfahrung hinter ihm, denn sein Debüt als Sänger gab er bereits 1959. Peter Schreier wurde am 29. Juli 1935 in Meißen geboren. In den Jahren 1956-1959 studierte er Gesang und Dirigieren an der Staatlichen Hochschule für Musik in Dresden. Die Stationen seiner internationalen Karriere führten ihn zunächst an die Staatsoper Dresden und später an die Staatsoper in Berlin. Rasch wurde er zum bekanntesten Sänger der damaligen DDR. Die Behörden des „Arbeiter- und Bauernstaates“ gewährten Schreier nahezu völlige Reisefreiheit. So wurde er seit Mitte der Sechzigerjahre Gast auf zahlreichen internationalen Bühnen. Ob Wiener Staatsoper, die Mailänder Scala, ferner Salzburg oder auch New York – Schreiers Auftritte waren stets mit Begeisterung aufgenommen worden. Er machte sich auch einen Namen als Liedinterpret. Zahlreiche Schallplattenaufnahmen zeugen bis heute von seiner hohen Kunst des Lied-Gesanges. Ab 1970 betätigte sich Schreier auch als Orchester- und Chordirigent. Eine Vielzahl an Preisen und Ehrungen säumten seinen musikalischen Weg – unter anderem wurde er in der DDR und in Österreich zum Kammersänger ernannt. Im Juni 2000 sprach DW-Redakteur Rolf Peters mit Peter Schreier über Berufliches und Privates.

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