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Klassik im Gespräch

Interview mit Christoph von Dohnányi

„Leben heißt, sich die Neugier erhalten“ - Christoph von Dohnányi im Porträt und Interview.

Auf die Frage der Zeitung „Die Welt“ (vom 3. September 2004), ob die Dirigenten im Alter immer besser werden, antwortete er mit den Worten: „Dirigieren ist eine physische Belastung. Aus geriatrischen Gründen würde ich das niemandem empfehlen.“ Er selbst jedoch scheint mit seinen knapp 80 Jahren immer noch recht belastbar zu sein, denn er dirigiert unermüdlich weiter - Christoph von Dohnányi, dem der „Kölner Stadt-Anzeiger“ noch im April 2008 ein „gelassenes, präzises, nichts im Ungefähren lassendes Dirigat“ bescheinigte. Er wurde am 8. September 1929 in Berlin geboren. Sein Vater, Hans von Dohnányi wurde 1943 verhaftet und im April 1945 als Widerstandskämpfer in Sachsenhausen hingerichtet. Nach dem Abitur studierte von Dohnányi in München zunächst Jura, doch bald wechselte er an die Münchener Musikhochschule, wo er 1951 sein Examen als Kapellmeister ablegte. 1952 trat von Dohnányi eine Stelle als Korrepetitor und Kapellmeister an der Frankfurter Oper an. Sein weiterer musikalischer Weg führte ihn unter anderem nach Lübeck, Kassel, Köln und Hamburg. Jedoch vor allem als Operndirektor in Frankfurt wurde von Dohnányi berühmt. 1984 übernahm er den Posten des Chefdirigenten beim Cleveland Orchestra, von dem er sich nach sechzehn Jahren trennte. Weitere Stationen seiner Karriere waren unter anderem das Londoner Philharmonia Orchestra oder auch das Orchestre de Paris. Von Dohnányi stand außerdem am Dirigentenpult des NDR-Sinfonieorchesters. Er ist Träger zahlreicher internationaler Auszeichnungen und wurde unter anderem vom US-Magazin "Musical America“ zum Dirigenten des Jahres 1992 gewählt.

Anlässlich des 65. Geburtstages von Christoph von Dohnányi sprach im September 1994 DW-Redakteur Rick Fulker mit dem Dirigenten unter anderem über die Arbeitsbedingungen in Cleveland und die amerikanische Musik- und Orchesterkultur.

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