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Klassik im Gespräch

Interview mit Christoph Eschenbach

„Was mir überhaupt nicht liegt, ist Spezialisierung“ - Christoph Eschenbach spricht über sein breites Repertoire.

„Die Orchester sind sehr schnell formbar in die Klangwelt, die dem Dirigenten vorschwebt. Aber noch einmal: Die Wiener sind anderes, die haben diesen wunderbaren, unverwechselbaren Streicherklang, die kein Dirigent verhärten kann“ – sagte er in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 31. Dezember 1999. Und sicherlich wusste er, wovon er sprach, denn seine Dirigentenkarriere dauerte zu diesem Zeitpunkt bereits seit 27 Jahren an. Christoph Eschenbach wurde am 20. Februar 1940 in Breslau geboren. Nach dem Abitur 1959 studierte er Klavier und Orchesterleitung. Das Musikstudium schloss er 1963 ab. Zunächst begann Eschenbach eine Karriere als Pianist und wurde bald zu einem der gefragtesten Solisten. In den USA debütierte er 1969 mit dem Cleveland Orchestra unter George Szell. Gefragt von der „Kölnischen Rundschau“ in einem Interview vom 27. Februar 1997, warum er das Klavier gegen den Taktstock getauscht hatte, gab Eschenbach zur Antwort: „Von Kindheit an war ich fasziniert vom Orchesterklang und vom Dirigieren selbst.“ So begann seine Dirigentenkarriere 1972 - in Hamburg dirigierte er Bruckners dritte Sinfonie. Der Aufstieg in die erste Reihe der Dirigenten war unaufhaltsam. Nach lediglich drei Jahren wurde er in den USA bekannt - 1975 dirigierte er erstmalig das San Francisco Symphony Orchestra. Sein längster Aufenthalt in den USA sollte später 10 Jahre andauern – in den Jahren 1988 - 1998 war er Chefdirigent des Houston Symphony Orchestra. Doch bis dahin – aber auch später - dirigierte Eschenbach zahlreiche namhafte Orchester. Zürich, Wien, Chicago, Philadelphia, Hamburg oder Paris – dies sind nur einige Stationen seines musikalischen Weges. Ab 2000 übernahm er die musikalische Leitung des Orchestre de Paris. Seiner offiziellen Internetseite ist zu entnehmen, dass Eschenbach mit dem Ende der Saison 2009/10 von dieser Funktion abtreten wird. Neben zahlreichen Preisen und Ehrungen wurde er unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und dem Bundesverdienstkreuz mit Stern ausgezeichnet.

Im Juni 1997 sprach DW-Redakteur Gero Schließ mit Christoph Eschenbach unter anderem über seine Laufbahn als Pianist und Dirigent.

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