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Fußball

Interpol kündigt Partnerschaft mit FIFA

Nach vier Jahren beendet Interpol seine Kooperation mit der FIFA. Die Polizei-Organisation reagiert damit auf die nicht enden wollende Flut von Korruptionsvorwürfen im Fußball-Weltverband.

Wegen der anhaltenden Korruptionsvorwürfe gegen die FIFA hat Interpol seine Zusammenarbeit mit dem Fußball-Weltverband aufgekündigt. Dies teilte die internationale Polizei-Organisation in Lyon mit. Die Kooperation war im Mai 2011 ins Leben gerufen worden, um ein Integritätsprogramm im Sport zu starten. Im Mittelpunkt der Kooperation stand bislang die Bekämpfung von Wettbetrug durch Spielmanipulationen im internationalen Fußball. Die FIFA unterstützte Interpol dabei mit 20 Millionen Euro.

Nach der Entscheidung durch Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock, die Kooperation nun wieder zu beenden, werde die Organisation den Vertrag vorerst auf Eis legen, hieß es. "Die Vereinbarung mit der FIFA beinhaltet eine Klausel, dass der Spender versichert, dass seine Aktivitäten mit den Prinzipien, Zielen und Aktivitäten von Interpol übereinstimmen", erläuerte Interpol in seiner Mitteilung "im Licht der gegenwärtigen Situation der FIFA" die Grundlage für die Aussetzung des Vertrages. "Alle externen Partner, ob öffentliche oder private, müssen die fundamentalen Grundwerte und Prinzipien der Organisation teilen", sagte Stöcker.

Laut der Interpol-Miteilung bedeutet die Aussetzung des Abkommens, dass die Behörde bis auf Weiteres die FIFA-Gelder einfriert und nicht für ihre weitere Arbeit nutzen wird.

FIFA hofft auf Wiederaufnahme

Mit Enttäuschung reagierte der Weltverband: "Dieses erfolgreiche Programm steht in keinem Zusammenhang mit den gegenwärtigen Problemen der FIFA. Wir glauben, dass diese einseitig getroffene Entscheidung den Kampf gegen kriminelle Machenschaften negativ beeinflusst", teilte die FIFA in einer Stellungnahme mit. Der Weltverband hofft, die Zusammenarbeit so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.

asz/to (sid, dpa)

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