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Wirtschaft

Internetfilter in China ist ein Dilemma für PC-Hersteller

Die jüngsten Zensurvorschriften Chinas für das Internet haben die großen PC-Hersteller des Westens vor ein Dilemma gestellt: Entweder erfüllen Unternehmen wie Dell oder Hewlett-Packard (HP) die Auflagen und riskieren Marktverluste in Europa und den USA - oder sie weigern sich, und geben damit Anteile auf dem chinesischen Markt ab. Kern des Problems ist eine diese Woche verkündete chinesische Vorschrift, ab Juli in alle PCs eine Filter-Software für das Internet einzubauen. Damit soll beispielsweise Eltern geholfen werden, ihre Kinder beim Surfen vor pornografischen oder anderen ungeeigneten Seiten zu schützen, so die Regierung.

Im Ausland lösten die Vorschläge hingegen Sorgen über die Freiheit und die Sicherheit im Internet aus. HP und Dell sind die zweit- beziehungsweise drittgrößte PC-Marken in China. Für sie stehen Umsätze in Milliardenhöhe auf dem Spiel - Auf einem Markt, der sich anschickt, bis 2012 zur Nummer eins weltweit aufzurücken. In die Lücke könnten asiatische Konkurrenten wie Toshiba, Acer oder Lenovo stoßen, die in ihren Heimatmärkten mit weniger Protesten rechnen müssen.