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Aktuell Kultur

Internet-Pionier Ossi Urchs ist tot

Die deutsche Netzgemeinde trauert um ihre Symbolfigur. Ossi Urchs galt als liebenswürdiger Kämpfer für die digitale Aufklärung.

Ossi Urchs hat sich an diesem Donnerstag mit einem Facebook-Post von seinen Freunden verabschiedet: "Danke für Eure Freundschaft und Liebe", postete er zu einem Foto, auf dem er auf einem Campingstuhl sitzt und mit Victory-Zeichen in die Kamera grinst.

Ein standesgemäßer Abschied sei dies, darüber ist sich die Netzgemeinde einig. "Er war einer der ersten, der gesagt hat, dass das Internet unsere gesamte Art zu leben, zu arbeiten und zu lernen verändern wird", sagte seine Frau Sigi Höhle der Nachrichtenagentur dpa.

Urchs war einer der überzeugendsten Vermittler der digitalen Welt. Als "Minister for Tomorrow" wurde er in den frühen 1990er Jahren als Spezialist fürs Digitale inszeniert. Die Qualifikation dafür hatte er; er war durch und durch Medienmensch mit Radioerfahrungen, gelernter Regieassistent und studierter Philosoph und Theaterwissenschaftler. Mit seiner Frau hatte er bereits 1982 die Medienagentur FFT gegründet und arbeitete als Journalist, Filmemacher, Texter und Moderator.

Er war stets offen für Neues, einer der Ersten in Deutschland, die sich ernsthaft mit den Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung befassten - und blieb sein eigener Kopf. Seine Markenzeichen waren Vollbart und lange Dreadlocks, von denen er sich auch im höheren Alter nicht trennte.

Urchs litt an einer schweren Krebskrankheit und ist an diesem Donnerstag (25.90.2014) in einem Hospiz gestorben. Er ist 60 Jahre alt geworden.

sw / chr (dpa, facebook)

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