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Kultur

Internet hilft bei Suche nach Angehörigen

Nach dem verheerenden Seebeben in Asien sind immer noch tausende Menschen verzweifelt auf der Suche nach vermissten Angehörigen. Immer mehr Internetseiten helfen ihnen bei dieser Suche.

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Vor Ort suchen die Menschen in langen Listen nach ihren Angehörigen

"Ich suche Renate und Josef K., zwei deutsche Touristen. Wenn Sie irgendetwas über sie wissen, dann melden Sie sich bitte bei mir."

So wie dieser Aufruf im "Phuket Disaster Forum" finden sich tausende auf den Internetseiten von Hilfsorganisationen und privaten Initiativen. Meist werden westliche Touristen gesucht, die zum Zeitpunkt des Unglücks in der Katastrophenregion waren und sich noch immer nicht zuhause gemeldet haben.

"Ich suche meine Schwester Cornelia, Österreicherin, 39 Jahre alt, blond, blaue Augen, zuletzt gesehen in Khao Lak." Beschreibungen wie diese sollen helfen, die Angehörigen doch noch ausfindig zu machen. Einige der Anzeigen bieten sogar Links zu Fotos der Vermissten an. Alleine das "Phuket Disaster Forum" verzeichnete bis Mittwoch mehr als 1100 Suchanzeigen. Es gibt aber auch Einträge, die Entwarnung geben. So wie im Fall der Münchnerin Alexandra G.: "Sie ist wohlauf mit ihrer Freundin Monika aus Sri Lanka zurückgekehrt", schreibt Bigi B.

HINWEIS: Alle Links, die in diesem Artikel erwähnt werden, finden Sie unten auf der Seite. Einige der Links vor allem zu Krankenhäusern der Region sind überlastet und funktionieren nicht immer. Bitte versuchen Sie es mehrmals.

Die Zahl der toten Touristen steigt ständig weiter an. Noch können die Angehörigen von Vermissten aber hoffen, ihre Freunde oder Verwandten in einem der Krankenhäuser zu finden – verletzt, aber lebend. Alleine das Phang-nga Hospital von Phuket hat auf seinen Internetseiten dutzende Namen verletzter deutscher Urlauber veröffentlicht. Sie finden sich zusammen mit den Namen von Patienten anderer Krankenhäuser auf einer gemeinsamen Internetseite der Hospitäler von Phuket. Eine gute Übersicht über die Krankenhäuser Thailands hat das Urlaubermagazin "Reise & Preise" auf seinen Internetseiten zusammengestellt.

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Auch andere Anbieter von Reiseinformationen versuchen, bei der Suche nach Vermissten zu helfen. An Stelle der üblichen Ausflugsangebote finden sich jetzt Meldeaufrufe. Die Internetseiten bieten allerdings bisher vor allem Informationen zu Thailand. Das thailändische Außenministerium hat eine Übersicht von Seiten angelegt, die Angehörigen bei der Suche nach Vermissten helfen sollen. Es gibt sowohl Listen von Überlebenden als auch von Toten. Einige der Krankenhäuser, auf die das Außenministerium verweist, haben auf ihren Seiten unzählige Fotos veröffentlicht. Sie hoffen, auf diese Weise ihre bisher unbekannten Patienten zu identifizieren. Auch Tote sollen mit Hilfe von Fotos identifiziert werden. Eine andere Seite hingegen listet alle Urlauber auf, die das Land bereits sicher verlassen haben und auf dem Rückweg in die Heimat sind.

Rotes Kreuz bietet überregionale Suche

In Sri Lanka ist eine Übersicht der Opfer und Geretteten gerade erst im Aufbau. Unter "contactsrilanka.org" hat die Tourismusbehörde des Landes eine Internetseite geschaltet, die bald genaue Informationen liefern soll. "Wir können im Moment erst allgemeine Informationen liefern", teilt der Vizepräsident der Behörde mit. "Wir hoffen jedoch, dass wir bald auch die Namen aller Touristen veröffentlichen können, zu denen Kontakt besteht." Ein überregionales Angebot für die Suche nach Vermissten bietet das Internationale Rote Kreuz an. Auf der Internetseite können sich Überlebende registrieren und ihren Angehörigen Nachrichten übermitteln. Wer auf der Suche nach Vermissten ist, kann gezielt über den Namen nach ihnen suchen. Einen allgemeinen Überblick über Seiten, die bei der Suche nach Opfern und Überlebenden helfen können, bietet auch das Auswärtige Amt.

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