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Politik

Internationales Erkundungsteam in Kabul

Die ersten 30 Mann des internationalen Erkundungskommandos sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingetroffen. Die Militärs sollen die Stationierung der UN-Sicherheitstruppe vorbereiten.

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Die Offiziere aus 18 Ländern landeten mit einer kleiner britischen Herkules Propellermaschine. Für größere Flugzeuge ist die provisorische Landebahn nicht geeignet. Auf der Hauptlandebahn gibt es noch Schäden der US-Luftangriffe, unter der Rollbahn und auf dem Flughafengelände liegen nicht-explodierte Bomben. Britische Ingenieure bemühen sich seit etwa zwei Wochen um die Reparatur, ein deutscher Experte stößt jetzt zu ihnen. Sie sollen den Flughafen für größere Transporter der internationalen Sicherheitstruppe bereit machen.

Insgesamt neun deutsche Offiziere gehören zu dem Erkundungskommando, das jetzt in Kabul angekommen ist und sich noch in der Nacht zum Mittwoch (2.1.02) zu einem ersten Briefing mit den britischen Streitkräften in Kabul traf. Der Leiter der deutschen Abordnung, Bundeswehroberst Schmidt, sagte bei der Ankunft, die Offiziere freuten sich, dass die Mission jetzt beginne. Aufgabe sei es nun, die Voraussetzungen für die Stationierung des Hauptkontingents zu schaffen, so Schmidt:

Inventarisierung der Logistik

"Das heißt ganz konkret, im Bereich der Stadt Kabul Infrastruktur feststellen und die Möglichkeiten der Versorgung, der Unterbringung und die Art und Weise, wie hier der Auftrag erfüllt werden soll, festzustellen. Davon muss man dann ableiten, welche einzelnen Truppenteile benötigt werden und in welcher Reihenfolge sie hier hereinkommen sollten."

Insgesamt wird die Sicherheitstruppe 4.500 Mann stark sein, davon sollen 800 aus Deutschland kommen. Das sieht das Abkommen vor, auf das sich die britische Führung der Truppe und die afghanische Übergangsregierung gerade geeinigt haben. Eine formelle Unterzeichnung steht allerdings noch aus, derzeit beraten die Regierungen der Entsender-Staaten über das Abkommen.

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