1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Beethovenfest

Internationales Beethovenfest Bonn 2002

Vom 7. September bis 6. Oktober 2002 bot das Beethovenfest ein Programm, das ganz im Zeichen der unverminderten Nachwirkung seines Schaffens bis in unsere Gegenwart steht.

default

Beethovenfest: Die Deutsche Welle ist Medienpartner

"Nicht verloren habt ihr ihn, ihr habt ihn gewonnen" - diesem Gedanken, vom deutschen Dichter Franz Grillparzer 1827 am Grabe Beethovens ausgesprochen, ist das diesjährige Beethovenfest besonders verpflichtet.

Das heisst: Beethovens Werk soll als ein lebendiges Erbe verstanden werden, das immer wieder neu interpretiert werden muss. Beethovenfest 2002, - das bedeutete: 50 Konzerte an neun verschiedenen Orten in Bonn und in der Region.

Zum vierten Male seit seiner Wiederbelebung schickte sich das Beethovenfest Bonn an, im Reigen der großen internationalen Festivals eine wichtige Rolle zu spielen. Intendant Franz Willnauer hatte nicht nur (natürlich auch) das im Angebot, was sozusagen in der Champions League der Musik spielt. Fast wichtiger erschienen andere Programmpunkte, die Idee beispielsweise, sämtliche Klaviersonaten Beethovens von jungen Gewinnern großer Wettbewerbe interpretieren zu lassen. Und dass sich fünf zeitgenössische Komponisten in Auftragswerken mit Beethoven auseinandersetzten, verlieh dem Bonner Festival die nötige Spannung zwischen Tradition und Blick in die musikalische Gegenwart.

Zu den weiteren Highlights zählten sicherlich das Eröffnungskonzert mit dem Pianisten Christoph Eschenbach und dem Orchestre de Paris unter der Leitung von Christoph Eschenbach, ferner der Auftritt des Israel Philharmomnic Orchestra unter Zubin Mehta, das Gestspiel der
Staatskapelle Dresden unter Bernarnd Haitink, das von Nikolaus Harnoncourt und dem Concentus Musicus Wien, das Konzert des Orchesters der Beethovenhalle Bonn mit dem Cello-Solisten David Geringas und dem Komponisten Krzysztof Penderecki als Dirigenten, Beethovens Oper "Fidelio" in einer konzertanten Aufführung mit Chor
und Orchester des Europäischen Musikfestes Stuttgart mit der Stabführung Helmuth Rillings, und, nicht zu vergessen, das Konzert mit den türkischen Gästen beim diesjährigen Beethovenfest, dem Orchester des staatlichen Konservatoriums der Universität Istanbul unter der Leitung von Ramiz Malik-Aslanov, bei dem es auch die Uraufführung des Werkes eines türkischen Komponisten (Özkan Manav)
gab (Kompositionspreis der Deutschen Welle 2002).

Besonders stolz war Festiva-Intendant Willnauer über die Tatsache, dass das türkische Orchester eine ganze Woche im Orchesstercampus "Beethovenfestes und der Deutschen Welle" zu Gast war.

Die jungen türkischen Musiker erhielten Unterweisung von drei namhaften Dirigenten: Krzysztof Penderecki, Helmuth Rilling und Peter Gülke. Das Orchester aus Istanbul spielte neben der Uraufführung von Manav
noch ein weiteres Werk eines türkischen Komponisten, nämlich "Köcekce" von Ulvi Cemal Erkin. Dieses Werk ist in der Türkei so populär wie bei uns hierzulande der "Bolero" von Ravel.