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Volontariat

Internationale Volontäre | Jahrgang Mai 2008 - Oktober 2009

Erst die Deutsche Welle hören und sehen, später dann bei ihr volontieren: Sie kommen aus der ganzen Welt - um in Bonn das Redakteurshandwerk zu lernen. Die Internationalen Volontäre des Jahrgangs 2008 stellen sich vor.

DW Akademie IMS 6

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07.2008 DW-AKADEMIE Volontäre Imtiaz Ahmad

Imtiaz Ahmad

Imtiaz Ahmad
Mein Name ist Imtiaz Ahmad. Ich komme aus einem kleinen Dorf in Pakistan. Wie jeder andere habe auch ich Träume. Träume sind schön, jedoch sind  sie um so schöner, wenn sie wahr werden. Als ich noch ziemlich klein war, hörte ich meinen Vater mit Stolz sagen: "Wer die Wahrheit wissen möchte, sollte DW-Radio hören." Also hörte ich schon als Kind gemeinsam mit meinem Vater Programme der Deutschen Welle. Aber für mich waren damals weder die Wahrheit noch die Sendungen der Deutschen Welle wichtig. Ständig dachte ich darüber nach, wie die Leute in so ein kleines Radio hineinpassen und wie sie essen und trinken…

Aber diese Überlegungen verschwanden mit der Zeit. Schon bald weckten die Sendungen der Deutschen Welle mein Interesse für Deutschland. Ich entschloss mich, ein Studium in Deutschland aufzunehmen. Die erste Lektion Deutsch lernte ich durch die DW-Sendung "Warum nicht?" Mehrsprachige Programme sind für mich die beste Art interkultureller Verständigung. Und so stand für mich schnell fest, mich um das Internationale-Volontariat bei der Deutschen Welle zu bewerben.

Heute bin ich sehr froh, dass ich ein Teil der Deutschen Welle bin. Mein Traum ist wahr geworden und jetzt weiß ich genau, wie die Leute in ein solch kleines Radio hineinpassen und wie sie essen und trinken.


07.2008 DW-AKADEMIE Volontäre Aida

Aida Azarnoush

Aida Azarnoush
Mein Interesse an Sprachen und fremden Kulturen hat mich zu einem Germanistik-Studium geführt. Im Rahmen eines Sprachkurses in Bonn hatte ich die Gelegenheit, die Deutsche Welle zu besichtigen. Durch das Satelliten-Fernsehen hatte ich schon früher Bekanntschaft mit dem deutschen Auslandsrundfunk gemacht. Doch damals konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass ich dort eines Tages arbeiten würde. Ein Praktikum in der persischen Redaktion und der Zuspruch von guten Freunden haben mich dann aber bestärkt, dass ich ein Internationales Volontariat gar nicht so unerreichbar ist und schickte meine Bewerbung an die DW Akademie.

Am Journalisten-Beruf gefällt mir, dass ich Dinge beim Namen nennen und vielleicht dazu beitragen kann, einige Vorurteile über mein Heimatland abzubauen. Gleich am ersten Tag des Volontariats war mir klar, dass ich mich in dieser freundlichen und wunderbar internationalen Atmosphäre zu Hause fühlen werde.


07.2008 DW-AKADEMIE Volontäre Rey Azizi

Rey Azizi

Reyhaneh Azizi
Ein Internationales Volontariat bei der Deutschen Welle? Genau das Richtige für mich! Das wusste ich, als ich vor einem Aushang an meiner Universität stand. Ursprünglich stamme ich aus Teheran. In meiner Kindheit und Jugend bin ich mit meinen Eltern viel um die Welt gereist und habe mich stets für fremde Kulturen interessiert. Nachdem ich Medienwissenschaft und Soziologie in Deutschland und Großbritannien studiert hatte, war ich fest davon überzeugt, dass ich in einer internationalen Atmosphäre arbeiten möchte.

Bereits während meines Studiums habe ich verschiedene journalistische Erfahrungen gesammelt. Nach mehreren Praktika, unter anderem bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, habe ich ein Jahr lang als Nachrichtenredakteurin für das Radio an der Ruhr-Universität Bochum gearbeitet. Und in Großbritannien habe ich Filme für "hopscotch films" produziert.

Mein Interesse am Journalismus rührt her von meiner großen Neugier auf unterschiedliche Kulturen und Lebensverhältnisse, da ich selbst in zwei Kulturen aufgewachsen bin. Nirgendwo besser als bei der Deutschen Welle kann ich meine multikulturelle Prägung ausleben und lernen, einen anderen Blick auf die Welt zu werfen. Nun kann ich in meinem Volontariat meinen Traum verwirklichen, Geschichten aus aller Welt zu erzählen.


07.2008 DW-AKADEMIE Volontäre Pia Chandavarkar

Pia Chandavarkar

Pia Chandavarkar
Die Welt der Sprachen hat mich immer gereizt. Da in meiner Heimat Indien Vielsprachigkeit an der Tagesordnung ist, hat es mir immer Freude bereitet, mich in mehreren Sprachen auszudrücken. Meine Lust auf fremde Sprachen führte mich zum Goethe Institut, um Deutsch zu lernen. Durch ein Stipendium 2004 konnte ich zwei Monate in Deutschland verbringen.So bekam ich einen Vorgeschmack auf die deutsche Kultur und Denkweise.

2005 begann ich mit meinem journalistischen Studium in Indien. Der Kontakt mit Deutschland brach zu meinem größten Bedauern ab. Fast zwei Jahre arbeitete ich als Reporterin für die nationale indische Zeitung "The Indian Express". Obwohl mir die journalistische Arbeit viel Spaß machte, fehlte mir etwas: die Verbindung zur deutschen Sprache. Als ich vom Internationalen Volontariat bei der Deutschen Welle erfahren hatte, habe ich  mich sofort beworben. Jetzt bin ich hier in Deutschland und wieder von so vielen Sprachen umgeben. Jeden Tag habe ich von Neuem das Gefühl, bei der Deutschen Welle ist man in der ganzen Welt zu Hause.


07.2008 DW-AKADEMIE Fremdsprachenvolontäre Nahla Elhenawy

Nahla Elhenawy

Nahla Elhenawy
"Japan Freak" wurde ich in meinem Heimatland Ägypten genannt. An der Kairoer Universität habe ich Japanologie studiert. Seit ich klein war, hatte ich den Traum, die Welt zu bereisen und in einer multikulturellen Atmosphäre zu leben. Mit 19 bekam ich ein Stipendium für ein einjähriges Studium in Tokio. Dies war meine erste Reise nach Asien. Mit 17 machte ich meine ersten journalistischen Erfahrungen als Praktikantin bei der Zeitung Al-Ahram. Nach Beendigung meines Studiums habe ich bei "Fuji TV", einem japanischen Privatsender in Tokio, ein Praktikum absolviert. Danach arbeitete ich beim öffentlichen-rechtlichen Sender "NHK" in Japan.

In Tokio gab mir ein Freund den Tipp, mich um das Internationale Volontariat der Deutschen Welle zu bewerben. Das ist ja genau das Richtige für mich, dachte ich. Denn dieses einmalige Ausbildungsprogramm bietet mir die Möglichkeit, meine Interessen an der deutschen Sprache und Kultur mit meinen beruflichen Zielen als Journalistin zu verbinden.

Nach einem Praktikum bei der Arabischen Redaktion der Deutschen Welle bewarb ich mich um einen Volontariatsplatz - und habe es geschafft!

Kairo, Tokio, Berlin, Bonn … der lange Weg hat sich gelohnt!


07.2008 DW-AKADEMIE Volontäre Carla Fernandes

Carla Fernandes

Carla Fernandes
Ursprünglich komme ich aus Angola, aufgewachsen bin ich aber in Portugal. Meine Familie ist eine typische afrikanische Familie mit acht Kindern. Wir haben den Krieg in Angola überlebt, sind emigriert und haben uns in einem fremden Land angesiedelt, in dem nur die Sprache identisch war.

Noch ganz jung konnte ich hautnah erfahren,  wie verschieden die Menschen in unterschiedlichen Kulturen leben. Um meine eigene Identität zu begreifen, hat mich der Dialog zwischen den Kulturen seitdem immer fasziniert. Unterschiedliche Standpunkte, verschiedene Meinungen und die Geschichten, die sich daraus ergeben zu erzählen, das war es, was ich gerne zu meinem Beruf machen wollte.

Während meiner Ausbildung zur Redakteurin bei der Deutschen Welle, werde ich mehr über die Faszination, Geschichten zu erzählen und zu senden, erfahren. Ich weiß, dass diese Ausbildung mich fähig machen wird, der Welt Botschaften zu schicken, die auf Recherche, Wissen und gründlicher Auseinandersetzung basieren, damit der Dialog zwischen Menschen in der Welt nicht enden wird.


07.2008 DW-AKADEMIE Volontäre Dina Gouda

Dina Gouda

Dina Gouda
Die ersten deutschen Wörter lernte ich schon mit vier Jahren, als ich die Deutsche Evangelische Oberschule in Kairo besuchte. Um meine deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern, haben meine Eltern immer Deutsche Welle TV eingeschaltet. Mit 17 Jahren bin ich zum ersten Mal nach Deutschland geflogen, als ich ein Stipendium des DAAD erhielt. Dass ich Medienwissenschaften studieren wollte, wusste ich schon damals. An der Kairoer Universität schloss ich mit dem Bachelor ab. Ich bekam eine Stelle als Assistentin an der Universität, nebenher unterrichtete ich als Dozentin an einem Zentrum für Sprachen. So verlor ich nie den Kontakt zur deutschen Sprache.

In der arabischen Redaktion der Deutschen Welle absolvierte ich 2007 ein Praktikum und hörte von der Möglichkeit, ein Internationales-Volontariat zu absolvieren. Man ermunterte mich von Seiten der Redaktion mich sofort dafür zu bewerben. Wie man sieht hat es ja auch geklappt.


07.2008 DW-AKADEMIE Volontäre Marina Martinović

Marina Martinović

Marina Martinović
Wenn ich heute zurückdenke, kann ich mich noch genau an die Zeit vor fünfzehn Jahren erinnern, als meine Familie in Deutschland Zuflucht vor dem Krieg in den ehemaligen jugoslawischen Ländern fand. Damals erregte jeden Abend eine kleine schwarze Kiste mit einer Antenne und auf Kurzwelle eingestellt unsere Aufmerksamkeit. Es war der Weltempfänger meiner Eltern. Jeden Abend hörten sie während der Kriegszeiten aufmerksam zu, um sich mithilfe des "Radios aus Köln" über das Geschehen in der Heimat zu informieren.

Als elfjähriges Mädchen habe ich zu der Zeit wahrscheinlich nicht begreifen können, welche große Rolle die Deutsche Welle für meine Landsleute gespielt hat. Aber vielleicht habe ich damals doch, unbewusst oder bewusst, begreifen können, welche herausragende Bedeutung aktuellen Informationen zukommt. Wahrscheinlich ist dies auch einer der Gründe, der mich dazu getrieben hat, Journalistin zu werden, obwohl mir sehr viele Leute davon abgeraten haben. Hm, warum wohl?! Na ja, Spaß beiseite.

Fakt ist jedoch, der Journalismus ist mein Leben. Ich hoffe hier bei der Deutschen Welle, dass uns auch in friedlichen Zeiten die Leute weiterhin so aufmerksam zuhören wie es meine Eltern getan haben.


07.2008 DW-AKADEMIE Volontäre Khalid el Kaoutit

Khalid el Kaoutit

Khalid El Kaoutit
Mein täglicher Weg zur Deutsche Welle ist eine zwanzigminütige Fahrradfahrt: immer geradeaus, den Rhein entlang. Meine erste Begegnung mit der Deutschen Welle hatte ich, als ich mit meinem ersten Studium in Fes (Finanzierung und Bankbetriebslehre) fertig wurde. Das "hellblaue" Programm der Welle verfolgte ich regelmäßig - auf Deutsch, auch wenn ich die Sprache kaum verstand und die Schrift nur mühsam entziffern konnte.

Die Deutsche Welle hat mir mit ihrem Programm geholfen, meine Blickrichtung zu wechseln. Sie hat mich auch auf Deutschland als Studienland aufmerksam gemacht. So habe ich angefangen Deutsch zu lernen. Und nach und nach verstand ich mehr und mehr von den Informationen und Geschichten und der etwas "anderen" Art der Berichterstattung der Deutschen Welle.

Die Deutsche Welle von Innen wollte ich dann durch ein einmonatiges Praktikum kennen lernen. Schnell war mir klar, dass für das Große Einmaleins der Berichterstattung und der Blick hinter die Kulissen der  Welt der Welle ein Monat nie reichen würde. So wurde aus dem ersten Praktikum ein zweites und aus dem zweiten ein Volontariat.


07.2008 DW-AKADEMIE Volontäre Usman Shehu

Usman Shehu

Usman Shehu
Schon im Alter von 15 Jahren habe ich den Menschen gerne erzählt, was alles in der Welt passiert ist. Ich wusste Bescheid, weil ich immer Radio hörte. Vom Frühstück bis zum Abendessen. Die Deutsche Welle war schon damals einer meiner Lieblingssender, trotz anderer internationaler Medien, die wir hätten hören können. Deutsche Welle Haussa war mein täglicher Informationskanal, außerdem hörte ich das englische Programm.

Ehrlich gesagt, bevor ich anfing, DW Radio zu hören, wollte ich eine Karriere bei der Ausländerbehörde machen. Durch die Sendungen der Deutschen Welle kam ich auf die Idee, Journalist zu werden. Ich bekam die Chance für sechs Monate als Praktikant im Haussa-Programm der Deutschen Welle zu arbeiten. In dieser Zeit habe ich auch Deutsch gelernt. Gerade so viel, dass ich mich erfolgreich um ein Internationales-Volontariat bewerben konnte. Jetzt lerne ich weiter Deutsch und dazu noch all die Dinge, die ich lernen muss, um ein professioneller Journalist zu werden.