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Aktuell Welt

Internationale Razzia gegen Hacker von Anonymous

Bei dem Polizeieinsatz in 15 Städten in Spanien und südamerikanischen Ländern gab es insgesamt 25 Festnahmen. Die Verdächtigen sollen unter anderem Webseiten von Ministerien und Konzernen attackiert haben.

epa03089893 The main website of the Greek Ministry of Justice in Athens, Greece, is seen hacked by Anonymous members from Greece and Cyprus warning that they will attack other ministries and press websites, on 03 February 2012. EPA/SIMELA PANTZARTZI +++(c) dpa

Anonymous hackten Internetseite des griechischen Justizministeriums

Bei einem international abgestimmten Polizeieinsatz in 15 Städten sind 25 mutmaßliche Internet-Hacker der Gruppe Anonymous festgenommen worden. Wie die Zentrale von Interpol in Lyon mitteilte, richtete sich die Razzia gegen "koordinierte Cyber-Attacken, die von Argentinien, Chile, Kolumbien und Spanien ausgingen". 250 Computer, Handys und andere Geräte sowie Kreditkarten und Bargeld seien beschlagnahmt worden.

Infos über Leibwächter des spanischen Regierungschefs

Die spanische Polizei teilte ihrerseits mit, sie habe vier mutmaßliche Anonymous-Hacker festgenommen. Weitere zehn Festnahmen erfolgten demnach in Argentinien, sechs in Chile und fünf in Kolumbien. In der Interpol-Mitteilung war davon die Rede, dass unter anderem Webseiten des kolumbianischen Verteidigungsministeriums, des Stromunternehmens Endesa und der Nationalbibliothek in Chile angegriffen worden seien. Zum Teil hinterließen die Hacker im Alter von 17 bis 40 Jahren Verunzierungen von Politikern mit Reißzähnen.

© Philippe Huynh-Minh/Maxppp - Paris - France - 28/01/2012 : Manifestation du mouvement Anonymous (les membres defilent sous des masques a l effigie du revolutionnaire anglais Guy Fawkes) pour protester contre les lois SOPA, PIPA et ACTA votees pour encadrer l usage d internet. PARIS JANUARY 28 2012 ANONYMOUS DEMONSTRATION

Anonymous wird bei Demonstrationen für die Freiheit des Internets viel Sympathie entgegengebracht

"Diese Operation zeigt, dass Verbrechen in der virtuellen Welt reale Auswirkungen auf die Verantwortlichen haben", erklärte Interpol. Das Internet könne nicht als "sicherer Raum für kriminelle Aktivitäten" angesehen werden. Die spanische Polizei warf den dort Festgenommenen vor, im Internet persönliche Daten von Leibwächtern des spanischen Regierungschefs und von Mitarbeitern der Polizei veröffentlicht zu haben. Überdies sollen sie Internetseiten blockiert und geändert haben.

"Operation Unmask" startete bereits Mitte Februar

Der internationale Einsatz unter dem Code-Namen "Operation Unmask" wurde bereits Mitte Februar eingeleitet. Einer der in Spanien Festgenommenen soll den Angaben zufolge für die Verwaltung der Infrastruktur von Anonymous in Spanien und Lateinamerika zuständig gewesen sein. Er habe dazu auf Server in Tschechien und Bulgarien zurückgegriffen. Im Internet firmierte er als Thunder und Pacotron.

Fahne der Internetaktivisten-Gruppe Anonymous (Foto: dapd) // EIngestellt von wa

Darf auch bei Anonymous nicht fehlen: die eigene Fahne

Anonymous ist eine lockeres Netzwerk von Hackern, die sich in den vergangenen Jahren zu einer Reihe von Cyberattacken bekannt haben. Nach eigener Darstellung wollen sie damit für Freiheit im Internet eintreten. Die NATO stuft die Gruppe als "Bedrohung" ein.

sti/kle (afp, dapd, dpa)

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