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Asien

Internationale Proteste gegen Verhaftung

Vietnams Regierung wirft dem Bürgerrechts-Anwalt Le Cong Dinh staatsfeindliche Propaganda vor. Menschenrechtsorganisationen werten seine Festnahme als Einschüchterungsmaßnahme der Staatsführung.

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Le Cong Dinh

Die USA haben Vietnam aufgefordert, den am vergangenen Wochenende verhafteten Anwalt Le Cong Dinh freizulassen. Auch die Organisation "Reporter ohne Grenzen" zeigt sich besorgt über das Vorgehen der Regierung in Hanoi gegen den Juristen. Unter dem Vorwurf, er habe staatsfeindliche Propaganda in Umlauf gebracht, war der 41jährige verhaftet worden. Le Cong Dinh ist in Vietnam vor allem für seine Arbeit als Verteidiger von Bloggern und Dissidenten bekannt. Die Menschenrechtsorganistaion "Human Rights Watch" glaubt, die Verhaftung solle vor allem eine abschreckende Wirkung für andere Juristen haben, die sich für Freiheit und Menschenrechte einsetzen. Brad Adams, der für Asien zuständige Vertreter der US-Menschenrechtsorganisation, wertet das harte Vorgehen gegen den Anwalt als weiteren Rückschritt für die rechtsstaatliche Entwicklung Vietnams. "Ab sofort werden es sich Anwälte in Vietnam zweimal überlegen, ob sie politisch heikle Fälle übernehmen", sagte Adams am Dienstag.

Bekannter Anwalt von Bloggern und Dissidenten

Der Fall Dinh sei ein weiteres, besorgniserregendes Beispiel für die Entschlossenheit der vietnamesischen Behörden die freie Meinungsäußerung in dem südostasiatischen Land zu unterdrücken, sagte Janice Beanland von "Amnesty International". Die Pariser Organisation "Reporter ohne Grenzen" erinnerte daran, dass Le Cong Dinh nicht nur Dissidenten und regime-kritische Blogger vor Gericht vertreten habe, sondern auch als Autor zahlreicher Artikel für Demokratie und Menschenrechte der kommunistischen Führung in Hanoi ein Dorn im Auge sei. Die US-Regierung forderte unterdessen die sofortige Freilassung des Anwalts und aller anderen Häftlinge in Vietnam, die wegen freier Meinungsäußerung inhaftiert seien. (tko/eb/afp/dpa(afp/ap)