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Wirtschaft

Internationale Börsenkurse fallen weiter

Wachsende Ängste vor einem Einbruch des amerikanischen Hypotheken- und Immobilienmarkts sowie Sorgen über ein Nachlassen der US-Konjunktur haben einen erneuten Kursrutsch an den internationalen Börsen ausgelöst.

Neuer Handelssaal der Frankfurter Börse (Quelle: AP)

Internationale Börsen-Achterbahn: Auch in Frankfurt rutschten die Kurse

Die deutschen Aktien haben am Mittwoch (14.3.07) wegen anhaltender Sorgen um die Entwicklung im US-Hypotheken- und Immobilienmarkt den zweiten Kursrutsch innerhalb von zwei Wochen verzeichnet. Der DAX fiel zum Handelsschluss um 2,66 Prozent auf 6447,70 Punkte. "Die Nervosität am Markt ist weiter relativ hoch und die Angst vor einem Domino-Effekt, der sich im schlimmsten Fall bis auf den wichtigen US-Konsum auswirken kann, bleibt", sagten Händler.

Der Stoxx50-Index der 50 wichtigsten börsennotierten europäischen Unternehmen schloss 2,9 Prozent tiefer bei 3504,8 Punkten. Der EuroStoxx50-Index der 50 größten börsennotierten Unternehmen der Euro-Zone verlor 2,8 Prozent auf 3906 Zähler.

Auch der schwächere Handel an der Wall Street lieferte keine positiven Impulse - der Dow Jones fiel am Mittwoch erstmals seit
November 2006 im Tagesverlauf unter die Marke von 12.000 Zählern.

Kredite werden nicht bedient

"Der Einbruch kommt nicht unerwartet", sagte Ramya Ramachandran, Volkswirtin beim unabhängigen Analyseinstitut Ideaglobal in Singapur. Die Märkte hätten wie die Wall Street am Dienstag auf Konjunkturdaten in den USA reagiert: schwächere Verbraucherausgaben und eine wachsende Zahl von Hausbesitzern, die ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen könnten. "Weitere Nervosität ist wahrscheinlicher als baldige Stabilität."

In den USA sind viele Hausbesitzer nach den Boomjahren leichthändig mit Krediten versorgt worden, die sie inzwischen nicht mehr bedienen können. Marktbeobachter befürchteten, dass sich die Kreditkrise auch auf andere Bereiche des riesigen Hypothekenmarktes ausdehnen könnte.

Rückschlag in Asien

Reflektion japanischer Geschäftleute in einer Glasscheibe vor einer elektronischen Kurstafel (Quelle: dpa)

Der Nikkei-Index an Asiens Leitbörse in Tokio fiel erneut um knapp drei Prozent.

Die asiatische Leitbörse in Tokio erlitt ebenfalls einen Rückschlag. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stürzte um mehr als 500 Punkte deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 17.000 Punkten. Zum Handelsende notierte das Börsenbarometer einen Abschlag von 501,95 Punkten oder 2,92 Prozent beim Stand von 16.676,89 Punkten. Händlern zufolge trug auch der festere Yen zu der negativen Stimmung am Markt bei. Analysten zufolge sind die Aussichten auch für die kommenden Handelstage düster. "Dieser Monat könnte sehr böse werden", sagte Kim Yung Min, Fondsmanager bei SH Asset Management in Seoul.

Schwere Verluste gab es auch in Singapur mit minus 3,35 Prozent. In Shanghai gaben die Kurse um 1,52 Prozent nach. In Hongkong verlor der Hang Seng Index 2,57 Prozent. Die Börse in der Hafenstadt litt in den vergangenen Wochen auch wegen der rückläufigen Märkte in China. Die Börse in Taiwan schloss mit 1,48 Prozent im Minus, in Sydney ging es um 2,1 Prozent nach unten, in Malaysia um 2,82 Prozent, in Indonesien um 1,95 Prozent und auf den Philippinen um 3,38 Prozent. Auch in Bombay schloss der Aktienhandel mit einem Minus von 3,1 Prozent. (kas)

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