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Wirtschaft

Internationale Börsen reagieren auf das Beben

Bei dem Seebeben am Sonntag sind in Südasien Tausende von Menschen ums Leben gekommen. Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Katastrophe hat auch die internationalen Aktienmärkte belastet.

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Nervosität auf dem Aktienparkett

Die Frage, welche wirtschaftlichen Auswirkungen das verheerende Seebeben in Südasien vom Sonntag mit sich bringt, hat sich auch auf die internationalen Börsen ausgewirkt. Dies hat am Montag (27.12.2004) vor allem die asiatischen Aktienmärkte beeinträchtigt. Der japanische Yen und die anderen asiatischen Währungen gaben am Tag nach der Katastrophe nach, die nach Schätzungen mehr als 14.000 Menschen das Leben kostete. Händler berichteten in Tokio von einer gewissen Nervosität an den Finanzmärkten, da der durch die Flutwellen in mehreren Ländern Süd- und Südostasiens entstandene Schaden noch nicht abschätzbar sei. Japan selbst war von der Flutwelle nach dem Beben vor der Küste von Sumatra nicht betroffen.

Flugaktien verlieren

Die größten wirtschaftlichen Schäden werden in den Touristenregionen wie Thailand erwartet. Die Aktien von Fluggesellschaften und Reiseunternehmen gaben wegen der Befürchtungen eines Rückgangs der Besucherzahl in den Touristenzentren deutlich nach. Der Kurs der Singapore-Airlines-Aktie fiel zu Handelsbeginn um über 2,5 Prozent. Die Aktie von AirAsia verlor 2,9 Prozent. Die Aktie des Touristikunternehmens Tanjong sackte am Montag sogar um 4,8 Prozent ab.

Die Börsen in Singapur und Malaysia tendierten schwächer. Die Börse in Sri Lanka blieb am Montag wegen der Flutwellen-Katastrophe geschlossen. Das teilte die Börse in Colombo mit. Die Zahl der Toten in Sri Lanka wird vorläufig auf rund 4500 geschätzt. Tausende verloren ihre Wohnung und ihre ganze Habe.

Finanzielle Belastungen unklar

An den deutschen Aktienmärkten waren die Titel der Versicherungs- und Reiseunternehmen am Montag unter Druck geraten. Zu den Verlierern gehörten unter anderem die Münchener und Hannover Rückversicherer. Welche finanziellen Belastungen die Flutwellen-Katastrophe in Asien mit sich bringt, darüber konnten die Unternehmen noch keine konkreten Angaben machen.

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